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Die Schweingrippe überträgt sich von Tier zu Mensch und von Mensch zu Mensch (Foto: Stock photo)
Schweinegrippe: Die große Angst

Das Virus der Schweinegrippe hat das geschafft, wovor man sich bei der Vogelgrippe immer gefürchtet hat: Es kann von Tier auf Mensch und von Mensch zu Mensch übertragen werden. Zwar warnt das Robert-Koch-Institut vor Panikmache, zu der – vor allem in Deutschland - kein Anlass bestehe. Doch die Weltgesundheitsorganisation WHO nährt die Angst vor einer Pandemie.

In Mexiko soll die Schweinegrippe über 100 Leute dahin gerafft haben. Bereits über 1600 Menschen sind angeblich mit dem gefährlichen Virus A/H1N1 infiziert. Mexiko-Stadt scheint der Angst schon zu erliegen: Menschen mit Atemschutzmasken, kaum Autoverkehr, geschlossene Schulen, Märkte, Geschäfte, Restaurants und Kinos. Auch der öffentliche Nahverkehr soll ruhen. 

Die USA haben den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Das bedeutet nun keine massenhaft Erkrankten, sondern erleichtert nur die Durchsetzung von Vorsorgemaßnahmen und die Bereitstellung von Geld für Medikamente und Tests. Die WHO meldet 20 Infizierte (New York, Kalifonien, Texas, Kansas, Ohio). Angekommen ist das Virus aber auch schon in Neuseeland, Kanada und Europa – erste Fälle wurden aus Spanien und Frankreich gemeldet.

Was die Schweinegrippe so “besorgniserregend” (Jörg Hacker, Präsident des Robert-Koch-Instituts – RKI) macht, ist die schnelle Ausbreitung. Das liegt an der Fähigkeit des Virus, nicht nur von Tier zu Mensch sondern auch von Mensch zu Mensch übertragen zu werden. Und damit ist das Schweinegrippe-Virus anscheinend einen Schritt weiter als das Vogelgrippe-Virus, dem man diese beängstigende Möglichkeit bisher nicht nachweisen konnte.

Das Virus A/H1N1 ruft influenzaartige Symptome hervor: Husten, Schnupfen, Fieber, Gelenkschmerzen. Derzeit scheint es vor allem 20- bis 40-jährige zu befallen, deren Immunsystem relativ stark ist. Zwar gibt es nach Aussage von Stefan Schubert, Leiter der Infektions- und Tropenmedizin an der Uniklinik Leipzig, bisher keinen Impfsstoff. In der “Leipziger Volkszeitung“ erklärte er, dass dieser erst „in einigen Monaten“ zur Verfügung stehen werde.

Dennoch kann man die Schweinegrippe behandeln. Die üblichen Influenzamedikamente wirken nach Mitteilung des WHO auch in diesem Fall.

Im übrigen besteht laut RKI für Deutschland kein Anlaß für Panik. Es gäbe Pandemiepläne und Medikamente habe man eingelagert. Und jeder könne selbst Vorsorge treffen: durch besondere Hygiene und vor allem dem regelmäßigen, sorgfältigem Waschen der Hände. Das Essen von Schweinfleisch berge keine Risiken. Die WHO betont, dass das Virus bei 70 Grad Celsius abgetötet werde.

WANC 27.04.09/Quelle: WHO, RKI, Tagesschau

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