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Höhere Gefahr für Herzinfarkt und Schlaganfall durch Gürtelrose

Gürtelrose, medizinisch: Herpes Zoster, ist eine schmerzhafte Infektionskrankheit, die sich auf Haut und Nerven auswirkt. Die dafür verantwortlichen Viren losen auch Windpocken aus und verstecken sich nach überwundener Krankheit im Körper. Dort bleiben sie inaktiv, bis sie bei einem geschwächten Immunsystem wieder zuschlagen. Ärzte haben jetzt heraus gefunden, dass Patienten mit Gürtelrose anfälliger für Herzinfarkt und Schlaganfall sind.

Schon in früheren Untersuchungen haben Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen Gürtelrose und anderen Erkrankungen entdeckt. Sie bezifferten das Risiko für einen in der Folge auftretenden Schlaganfall oder Herzinfarkt auf zwischen 30% und 70%. Die höchste Gefahr fanden sie bei Personen im ersten Jahr nach der Gürtelrose-Erkrankung und bei Patienten im Alter zwischen 18 und 40 Jahren. 

In der jetzt durchgeführt Studien hat Dr. Sung-Han Kim, Arzt in der Abteilung Infektionskrankheiten am Medical Center von Seoul, Südkorea, die Daten von 519.880 in der Zeit zwischen 2003 bis 2013 ausgewertet. Insgesamt ermittelte er 23.213 Fälle von Gürtelrose-Erkrankungen. Im Vergleich mit denjenigen ohne diese Erkrankung lag das Risiko für einen Schlaganfall bzw. Herzinfarkt bei denen mit Gürtelrose um durchschnittlich 41% höher. 

Getrennt betrachtet war das Schlaganfallrisiko um 35% und das für Herzinfarkt um 59% gesteigert. Am höchsten lag die Gefahr für einen Schlaganfall bei den unter 40jährigen. Auch diese Auswertung bestätigte, dass sowohl die Gefahr eines Schlaganfalls wie eines Herzinfarktes im ersten Jahr nach der Gürtelrose-Erkrankung am höchsten war und im Laufe der Zeit sank. 

In einer 2015 veröffentlichen Studie waren vor allem ältere Menschen - über 65 Jahre - untersucht worden. Innerhalb der ersten Woche nach der Gürtelrose-Ekrankung war die Gefahr für einen Schlaganfall um das 2,4-Fache und für einen Herzinfarkt um das 1,7-Fache erhöht. Innerhalb von einem halben Jahr sank das Risiko dann auf ein normales Level.

Warum Gürtelrose insbesondere kardiovaskuläre Erkrankungen fördert, ist nicht wirklich geklärt. Als Ursache wird vermutet, dass durch die Herpes-Zoster-Viren Entzündungsvorgänge im Körper angeschoben werden, die Nerven- und Gefäßstrukturen verändern. Gefährdet sind vor allem Patienten mit bestehender Arteriosklerose und Bluthochdruck.

cs 7.7.2017, Quelle: Journal of the American College of Cardiology

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