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Infektion der Atemwege: Vorsicht, Herzinfarkt kann folgen

Atemwegsinfektionen - dazu zählen Lungenentzündung, Grippe und Bronchitis - werden seit einiger Zeit dafür verantwortlich gemacht, dass sie auch das Herz schädigen können. Wie hoch die Gefahr tatsächlich ist, das belegt jetzt ein Untersuchung.

Mediziner der Universität von Sydney haben 578 Herzinfarkt-Patienten befragt, in wie weit sie vorher unter eine Pneumonie, Influenza oder Bronchitis gelitten hatten. 17% gaben an, sieben Tage vor dem Herzinfarkt an einer Atemwegsinfektion erkrankt zu sein, bei 21% war das 35 Tage zuvor der Fall gewesen. 

Aus den Daten konnten die Wissenschaftler ableiten, dass das Risiko für einen Herzinfarkt ein bis sieben Tage nach einer Atemwegsinfektion um etwa das 17-Fache erhöht war. Das Risiko verminderte sich mit der Zeit, wurde also umso geringer, je länger die Infektion vorüber gegangen war.

Ein ebenfalls vermindertes Herzinfarkt-Risiko hatten Patienten, die regelmäßig ihre Herzmedikation einnahmen. Wenn die Atemwegsinfektion nur leicht war, dann war die Gefahr eines Herzinfarktes innerhalb der ersten sieben Tage ebenfalls etwas vermindert: Sie betrug dann nur noch das 13,5-Fache.

cs 17.5.2017/ Quelle: IMJ

 
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