Stress greift das Immunsystem an
 

Stress kann gesundheitliche Schäden anrichten. Das gilt u.a. für Stress, der im Berufs- oder im Privatleben entsteht. Betroffen sind aber nicht nur Erwachsene. Schon Schüler leiden unter Stress, der z.B. durch Prüfungen ausgeübt wird. Überdurchschnittlich gestreßt fühlen sich Studierende in Deutschland. Das hat negative Auswirkungen auf deren Gesundheit, vor allem leidet das Abwehrsystem des Körpers.

Wie sehr sich Studierende durch Belastungen im Studium und insbesondere durch Prüfungen gestreßt fühlen, hat eine Umfrage der Universitäten von Potsdam und von Hohenheim im Auftrag der AOK ergeben. Im Oktober 2016 wurden Ergebnisse einer Befragung von 18.000 Studenten veröffentlicht, wonach 53% über ein hohes Stresslevel klagten. Besonders stark gestreßt fühlten sich Studenten der Veterinärmedizin, wogegen Sportstudenten am wenigsten unter Streß litten.

Was dieser Streß bei unserem akademischen Nachwuchs anrichtet, hat eine Studie an der TU Dortmund heraus zu finden versucht. Dazu wurden von Studenten 4,5 Wochen vor einem und bis eine Woche nach Prüfungszeitraum - in der Regel dauerte die Beobachtung acht Wochen - insgesamt fünf Blut- und Speichelproben entnommen.

Daraus wurden Werte zu 45 medizinischen Parametern bestimmt, die Aufschluss über den Zustand des Immunsystems geben. Beobachtet wurde, dass sich z.B. die Zahl der natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) und Monozyten verminderte. Gerade diese Zellen sind dafür verantwortlich, dass sich unser Immunsystem früh gegen Angreifer wehren kann. Eine Verminderung bedeutet also, dass die Abwehrkraft der Körpers gegen Krankheitserreger während starkem Prüfungsstreß erlahmt.

4.12.2017 cs/ Quelle: PLOS





Quelle:
http://www.medizinauskunft.de/home/artikel/diagnose/krankheiten/Infektionen/pruefungsstress-immunsystem-4-7-17.php