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Zink: Hilfe gegen Schnupfen

Zink soll Schnupfen lindern können. Eine Studie besagen, dass Zink sowohl die Schwere als auch die Dauer eines Schnupfens verringern kann. Werde das Spurenelement bis spätestens einen Tag nach ersten Schnupfenzeichen verwendet, beschleunige sich die Gesundung. Möglicherweise kann Zink sogar noch mehr: Es soll eine Erkältung vollständig verhindern.  

Der Pädiater Meenu Singh hat heraus gefunden, dass Zink eine Erkältung um etwa einen Tag verkürzen kann. Und die Zahl der Erkrankten, bei denen die Nase nach einer Woche noch lief, soll um 55% gesunken sein.

Warum Zink bei Schnupfen und Erkältung wirkt, liegt anscheinend an dessen Fähigkeit, Viren quasi einzuhüllen und dadurch unbeweglich zu machen und an der Vermehrung zu hindern. Deshalb können sie auch nicht mehr über die Nasenschleimhaut in den Körper einfallen.

Wie viel Zink man allerdings braucht, um sich zu schützen, darüber herrscht keine Einigkeit. In Studien zur schnupfenhemmenden Wirkung von Zink, gab es völlig unterschiedliche Dosierungsmengen und -zeiträume. Wichtig scheint aber zu sein, dass man Zink möglichst innerhalb von 24 Stunden nach dem Auftreten der ersten Symptome einnimmt. Singh berichtete auch Erfolgen bei der Vorbeugung. Kinder, die über eine Dauer von fünf Monaten täglich 15 Milligramm Zink erhalten hatten, erkrankten weniger häufig an Schnupfen und versäumten auch seltener die Schule.

Das Deutsche Ärzteblatt zeigt sich skeptisch. Zinkpräparate würden nur geringe Mengen Zink enthalten. Wegen des metallischen Geruchs und Geschmacks würden den Präparaten andere Stoffe enthalten sein, die "die Freisetzung von Zink womöglich hemmen.“

Die FDA – die US Food and Drug Administration – hat im Jahr 2009 vor Zinkprodukten bei Erkältung gewarnt: Zinkhaltige Nasengels beeinflussten den Geruchssinn negativ. Viele Patienten litten nach der Anwendung an Anosmie – also dem völligen Verlust des Geruchssinns. Diejenigen, die Zink einnahmen, berichteten auch von anderen Nebenwirkungen wie einem unangenehmen Nachgeschmack oder Übelkeit. Dokumentiert sind auch Kopfschmerzen und Müdigkeit.



Berliner Ärzteblat 17.02.11/ Quelle: Post Graduate Institute of Medical Education and Research, Cochrane Systematic Review, Deutsches Ärzteblatt
 
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