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Blasenkrebs: Wege zu mehr Lebensqualität

Früh genug erkannt, läßt sich Harnblasenkrebs gut behandeln. Bisher bedeutet die Therapie aber oft erhebliche Einschränkungen der Lebensqualität der Patienten. Neue Behandlungsmöglichkeiten sollen das ändern.

Harnblasenkrebs ist die zweithäufigste urologische Tumorerkrankung nach dem Prostatakrebs. Jährlich werden ca. 15.000 Menschen in Deutschland mit der Diagnose "bösartiger Tumor der Harnblase" konfrontiert. Betroffen sind überwiegend Männer zwischen 60 und 80 Jahren, bei denen diese Krebserkrankung dreimal häufiger auftritt als bei Frauen. Die meisten der Patienten leiden an oberflächlichen Harnblasentumoren, die an vielen verschiedenen Stellen der inneren Blasenschleimhaut wachsen.

Da mit etwa 80 Prozent die meisten Blasentumoren bereits in einem frühen Stadium entdeckt werden, sind die Überlebenschancen bei dieser Krebsart gut. Allerdings müssen die Betroffenen nach der Therapie oft mit wesentlichen Einschränkungen der Lebensqualität rechnen: Dauerhafte Heilung verspricht bisher nur die radikale Entfernung der Blase. Folgen dieses operativen Eingriffes sind oftmals Inkontinenz und das Leben mit einem künstlichen Blasenausgang.

Wie sich die Lebensqualität der Patienten nach erfolgreicher Blasenkrebsbehandlung durch bessere Nachsorge oder angepasste Operationsverfahren verbessern lässt, damit beschäftigen sich Experten. Prof. Dr. Jörg Schubert, Direktor der Jenaer Uniklinik für Urologie und wissenschaftlicher Leiter, setzt große Hoffnungen auf die "derrzeit laufenden Studien zur Wirksamkeit neuer chemotherapeutischer Medikamente."

Die derzeit in bundesweiten Studien geprüften neuen Zytostatika (Medikamente, die das Zellwachstum hemmen) verursachen weniger Nebenwirkungen und sind so für die Patienten besser verträglich. Die Behandlung mit einer aggressiveren Chemotherapie ist die einzige Alternative zur Blasenentfernung bei Blasenkrebs - und sehr langwierig und nebenwirkungsreich. Entsprechend große Bedeutung kommt nach Ansicht von Schubert daher jetzt den Ergebnissen zur Wirksamkeit der neuen, sanfteren Medikamente zu.

WANC 01.11.04

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