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Leukämiezelle mit einem intakten und einem gebrochenen BRWD3-Gen (drei rote Fluoreszenzsignale). Die Nachbarregion auf demselben Chromosom ist vom Chromosomenbruch nicht betroffen (zwei grüne Signale). Experiment: Fluoreszenz-in situ-Hybridisierung (Isolierte, mit Fluoreszenzfarbstoffen markierte Chromosomenteile erkennen die ihnen entsprechenden Regionen auf ganzen Chromosomen in Zellkernen und binden an diese, so dass diese Regionen im Mikroskop sichtbar werden). (Quelle: Dr. Claudia Kalla und DKFZ)
Methadon: Mittel gegen Blutkrebs

Methadon, eigentlich ein Mittel gegen körperliche Entzugserscheinungen bei Heroinabhängigkeit, führt zum Absterben von Leukämiezellen. Das Medikament wirkte in einer Studie auch bei Leukämiezellen, die sich gegen Chemotherapien und Bestrahlung resistent gezeigt hatten.

„Die Studienergebnisse eröffnen Chancen auf neue Therapien für Leukämiepatienten, bei denen Behandlungen durch Chemotherapie und Bestrahlung nicht erfolgreich waren", erklärt Studienleiterin Dr. Claudia Friesen vom Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Ulm. In der Studie lag die positive Wirkung des Medikaments bei kurzfristig hoher Dosierung ähnlich wie bei einer längerfristigen, dafür aber niedrigen Dosierung.

Das Methadon bewirkt in der erkrankten Blutzelle vor allem zwei Dinge: Es hemmt die weitere Teilung und damit Vermehrung der Krebszellen und es aktiviert Signalwege, die den Krebszellen den Befehl zum Absterben geben. Bei ihren Forschungen machten sich die Ulmer Wissenschaftler die Erkenntnis zunutze, dass bestimmte Leukämiezellen an ihrer Oberfläche Rezeptoren haben, die Methadon binden - dadurch kann das Medikament die erkrankten Zellen "finden". „Entscheidend ist dabei, dass das Methadon die gesunden Blutzellen nicht angreift", erläutert Friesen. Es bestehe auch die Möglichkeit, dass Methadon bei anderen Krebsarten ähnlich gut wirken könne.

Bis die Erkenntnisse allerdings in konkrete Therapien umgesetzt werden können werden noch einige Jahre vergehen. Zwar ist Methadon gut erforscht und wird bei anderen Krankheitsbildern, beispielsweise in der Schmerztherapie, bereits eingesetzt. Doch in der Krebstherapie ist das Mittel noch vollkommen neu.

WANC 05.08.08/Quelle: Universitätsklinikum Ulm

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