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MLL - Kinderleukämie: Neue Behandlung möglich

Bei der Behandlung von Blutkrebs (Leukämie) im frühen Stadium werden mittlerweile Heilungsraten von nahezu 90 Prozent erreicht. Bisher hat sich aber ein Subtyp der Leukämie, der vor allem bei Kleinkindern auftritt, einer effizienten Behandlung entzogen. Doch jetzt haben Wissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg möglicherweise einen Weg gefunden, die so genannte "mixed lineage leukemia" (MLL) zu therapieren.

Betroffen sind vor allem die Säuglinge. Bis zu 80 Prozent der Säuglinge, die während ihres ersten Lebensjahres an Leukämie erkranken, tragen in ihren Blutzellen eine spezielle Veränderung an zwei Chromosomen. Diese führt dazu, dass ein ganz neues Eiweiß in den Blutzellen entsteht. Es setzt sich aus zwei, an sich harmlosen Bestandteilen zusammen.

Aber wenn sich die beiden Untereinheiten zusammenlagern, dann werden sie zu schicksalsträchtigen Molekülen: Die „MLL-Fusionsproteine“ sorgen dafür, dass bestimmte Gene ähnlich wie an einem Fließband produziert werden. Das bewirkt die Anhäufung insbesondere von leukämiefördernden Genprodukten – wie beispielsweise den sogenannten HOX-Proteinen, die eine Kontrollfunktion bei der Blutbildung ausüben.

Die Fließbandproduktion wird von einem Prozess angetrieben, der sich CDK9 nennt. Die Wissenschaftler haben einen Stoff entwickelt, der CDK9 hemmt. Dadurch wird die Überproduktion aufgehalten und der Produktionszyklus wieder auf ein Normalmaß reduziert. Bis daraus aber eine Therapie wird, vergeht noch einige Zeit, denn die Behandlung muss noch getestet werden.

07.11.2011/ Quelle: Wilhelm Sander-Stiftung

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