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Bild von Daniela Kohlhoefer (15) zum Malwettbewerb 2004 der Deutschen Atemwegsliga
Medikament erhöht Überlebenszeit bei Lungenkrebs

Ein Medikament, das dem Immunsystem dabei hilft Lungenkrebszellen zu erkennen und zu attackieren, kann die Überlebenszeit von Patienten mit fortgeschrittener Krankheit verlängern.

Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam vom Cross Cancer Institute in Edmonton, Kanada, das Versuche an 171 Patienten durchgeführt hat, von denen viele nach zwei Jahren noch leben. Nun hoffen die Forscher, dass das Präparat eines Tages neben Chirurgie, Chemotherapie und Strahlentherapie eingesetzt wird.

Ein größerer Versuch zur dritten Phase ist für nächstes Jahr geplant. Der Forscher Charles Butts sagte, das Medikament habe besonders vielversprechende Ergebnisse bei Patienten erzielt, deren Krebs schon zu fortgeschritten für einen chirurgischen Eingriff war, sich aber noch nicht zu entfernten Organen ausgebreitet hat.

Die Standardchemotherapie greift auch die normalen Zellen an. Das neue Präparat ist in seiner Wirkung selektiver und motiviert das Immunsystem zur Suche und Attacke ausschließlich auf Tumorzellen. Das funktioniert über die Fokussierung auf Zucker-Protein-Moleküle, die nur an der Oberfläche von Tumorzellen zu finden sind.

Das Medikament L-BLP25 wurde an Patienten mit der am meisten verbreiteten Form von Lungenkrebs getestet, dem so genannten Non-Small-Cell Lungenkrebs. Insgesamt überlebten Patienten mit dem neuen Schutzstoff durchschnittlich 17,4 Monate, im Vergleich zu einem Durchschnitt von 13 Monaten für jene, die die Standardversorgung erhielten.

Bei den Patienten, deren Krebs zu fortgeschritten für einen chirurgischen Eingriff war, sich aber noch nicht zu anderen Organen ausgebreitet hatte, war der Effekt noch deutlicher ausgeprägt. Patienten mit Standard-Behandlung überlebten durchschnittlich 13,3 Monate, aber bei jenen, die das neue Medikament bekamen, waren nach zwei Jahren noch 60 Prozent am Leben. Experten halten das neue Präparat für vielversprechend, betonen aber, dass noch weitere klinische Versuche notwendig sind.

WANC 09.11.04/pte
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