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Strahlung von Handys: Noch sind die gesundheitlichen Gefahren nur unzureichend aufgeklärt (Foto: BBC)
Handy: Kein höheres Risiko für Gehirntumor?

Wissenschafter des Danish Cancer Registry haben ermittelt, dass das Telefonieren mit Handys das Risiko eines Gehirntumors nicht erhöhen soll. Doch Entwarnung ist deshalb nicht angesagt. Die Forscher schränken nämlich die Aussagekraft ihrer Ergebnisse ein, weil der Beobachtungszeitraum sehr kurz gewesen ist.

Das Team um Christoffer Johansen untersuchte als Teil einer paneuropäischen Untersuchung, der sogenannten Interphone Studie, die Sicherheit von Handys. Die Wissenschafter befragten 427 Patienten mit Gehirntumoren und 822 gesunde Teilnehmer zu ihrer Handynutzung. Zusätzlich wurden die Telefonrechnungen einiger Teilnehmer auf die Richtigkeit der Angaben hin überprüft.

Das Gliom- und Meningiom-Risiko bei Handynutzern war überraschenderweise nicht erhöht, sondern sogar niedriger. Die an Gehirntumoren Erkrankten hatten weder länger noch häufiger mit dem Handy telefoniert. Und bei Handynutzern, die einen Tumor bekommen hatten, waren der Krebs im Durchschnitt kleiner und weniger gefährlich.

Was dieses Ergebniss tatsächlich bedeutet, darüber scheinen sich die Wissenschaftler nicht sicher zu sein. Sie argumentieren, dass Langzeituntersuchungen noch immer erforderlich sind, da negative Auswirkungen in dem kurzen bisherigen Beobachtungszeitraum nicht ausgeschlossen werden können. Sie empfehlen deshalb den Einsatz von Hands-Free-Kits, um die Strahlungsbelastung des Gehirns zu verringern.

Und Johansen ergänzt, dass für endgültige Schlussfolgerungen die Einbeziehung von Langzeitergebnissen und starken Telefonnutzern erforderlich sei. "In unserer Studie gaben nur wenige Personen an, dass sie seit zehn oder mehr Jahren regelmäßig mit dem Handy telefonierten. Aus diesem Grund kennen wir nur einen Teil der Geschichte."
 

WANC 13.04.05/pte
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