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Elasitizität einer Zelle zeigt ihren Gesundheitszustand an: Krebszellen sind leichter verformbar
Krebsdiagnose: Verformbarkeit von Zellen zeigt Erkrankung an

Ein neues Testverfahren, das ermittelt, wie dehnbar Zellen sind, könnte zu einer Revolution der derzeitigen Krebserkennung führen. Es hat sich nämlich gezeigt, dass das Verformungsverhalten charakteristisch für unterschiedliche Zellen ist und man dadurch auf den Gesundheitszustand der Zellen schließen kann. So sind Krebszellen umso verformbarer, je weiter das Stadium des Krebses fortgeschritten ist.

Ein Laptop-großes Gerät, Optical Stretcher genannt, kann bereits anhand einer geringen Menge von nur 50 Zellen eine Krebsdiagnose ermöglichen und erspart somit den Patienten die bisher aufwendige Entnahme von Gewebe. Darüber hinaus verspricht das neue Gerät eine tausendfach präzisere Diagnose als derzeitige traditionelle Tests.

Der Optical Stretcher nutzt zwei gegenläufige Laserstrahlen, um Kräfte auf einzelne biologische Zellen auszuüben. Diese Kräfte führen zu einer Verformung der Zelle. Je weicher oder flüssiger eine Zelle ist, desto mehr kann sie verformt werden. "Von all den physikalischen Eigenheiten einer Zelle, ist die Elastizität jene Eigenschaft, welche die deutlichsten Unterschiede zwischen gesunden und krebskranken Zellen aufweist. Denn Krebszellen sind viel elastischer als gesunde Zellen", erklärt Studienleiter Josef Kas von der Universität Leipzig.

Weil das Verformungsverhalten charakteristisch für unterschiedliche Zellen ist, kann man also auf den Gesundheitszustand der Zellen schließen kann. So sind Krebszellen umso verformbarer, je weiter das Stadium des Krebses fortgeschritten ist. Besonders erstaunlich ist, dass man nur ganz wenige Zellen prüfen muss, um zu einem aussagekräftigen Untersuchungsergebnis zu kommen.
Dazu benötigen die Forscher nur eine Probe von 50 Tumorzellen, die in dem so genannten "Optical Stretcher" untersucht werden. Im Vergleich dazu wurden für die bisherige mikroskopische Untersuchung bis zu 100.000 Tumorzellen entnommen.

"Der Vorteil der neuen Technik liegt vor allem darin, dass es möglich sein wird den Krebs zu identifizieren, noch bevor er sich auf andere Teile des Körpers ausbreitet", erläutert Kas. Denn normalerweise überprüfen die Ärzte die Ausbreitung eines Krebsgeschwürs, indem sie in anderen Teilen des Körpers nach Metastasen suchen. Diese Diagnose ist jedoch von Fall zu Fall unterschiedlich und kann und je nach Ort des Geschwürs sehr schwierig sein.

Mit Hilfe des Optical Stretchers wird es möglich sein, die erkrankten Zellen durch die Benutzung feiner Nadeln zu entnehmen, um sie anschließend zu analysieren. "Zurzeit ist es jedoch noch verfrüht über die Entwicklung eines Geräts zu sprechen, welches die heutige mikroskopische Krebs-Screenigtechnik ersetzt kann. Denn bis zur endgültigen Entwicklung eines klinisch praktikablen Geräts muss noch sehr viel Forschungsarbeit geleistet werden", resümieren die Experten.
 

WANC 15.04.05
Krebsnachweis durch einen Blutstropfen

Einfache Bluttests sollen Krebsrisiko vorhersagen

 
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