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Helle Haut, blonde Haare: Gefährdung für Hautkrebs
Heller Hautkrebs: Ernst nehmen

Helle Haut, blaue Augen, blondes oder rotes Haar: Menschen mit diesen Merkmalen sind gefährdet, wenn sie sich jahrelang ungeschützt und intensiv dem UV-Licht der Sonne ausgesetzt haben. Treffen kann es jedoch jeden – das Erkrankungsrisiko: Formen des so genannten "Hellen Hautkrebses" und seine Vorstufen.

"Die Haut ist das Organ, das am häufigsten an Tumoren erkrankt", erläutert Professor Rüdiger Hein, Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Technischen Universität München. Kaum bekannt: Jedes Jahr wird in Deutschland bei rund 100.000 Menschen Hautkrebs diagnostiziert. In 90 Prozent aller Fälle handelt es sich dabei um helle Hautkrebsformen und -vorstufen. Gründe für das rasante Ansteigen dieser Hellen Hautkrebsarten sehen Hautärzte in verändertem Freizeitverhalten und der Überalterung der Bevölkerung.

Am häufigsten kommen zwei Formen des Hellen Hautkrebses vor: der Basalzellkrebs und der Stachelzellkrebs. Basalzellkarzinome (auch Basaliome genannt) zeigen sich anfänglich als kleine, harte und erhabene Knötchen mit einer glänzenden Oberfläche. Später beginnen die Tumoren zu wachsen, können leicht bluten und verkrusten. Basalzellkarzinome sind die häufigsten Tumoren des Menschen überhaupt. Sie können Haut und benachbartes Gewebe (Muskeln, Knorpel, Knochen) zerstören.

Als Vorstufe des Stachelzellkrebses gelten die so genannten Aktinischen Keratosen. Sie treten vor allem an Stellen auf, die ungeschützt der Sonne ausgesetzt sind: Stirn, Glatze, Handrücken, Wangen und Ohren, aber auch Arme, Beine und Rücken. Typische Anzeichen sind verhornte, raue, oft schuppige, leicht rötliche und fleckenähnliche Hautveränderungen, die gehäuft auftreten können. In 20 Prozent der Fälle kann daraus ein spinozelluläres Karzinom, auch Spinaliom genannt, und damit ein bösartiger Hautkrebs entstehen. Da niemand vorhersagen kann, wann welche Aktinische Keratose zu einem spinozellulären Karzinom wird, sind Fachleute heute der Meinung, dass diese Vorstufe des Hellen Hautkrebses unbedingt behandelt werden muss.

Problematisch ist, dass zunächst unauffällige Hautschädigungen oft nicht ernst genommen oder als Altersflecken verharmlost werden und daher auch nicht als Krebs-Vorstufen oder Tumoren erkannt werden. "Dabei ist in fast allen Fällen Heilung durch Früherkennung möglich", unterstreicht Professor Hein. Die Gefahren, die von hellen Hautkrebsformen ausgehen, werden jedoch noch immer leichtfertig unterschätzt.

Bestimmte Formen und Vorstufen des Hellen Hautkrebses wie Basalzellkarzinome und Aktinische Keratosen wurden bislang vor allem durch chirurgische Eingriffe, Kältetherapie oder mit Lasern behandelt. Diese Verfahren sind jedoch kosmetisch oft unbefriedigend und hinterlassen häufig sichtbare Narben an Nase, Wange, Ohr, Lippe, Stirn oder Kopfhaut. Eine neue Therapiemöglichkeit hat sich inzwischen bundesweit durchgesetzt: die so genannte Photodynamische Therapie (PDT) mit MAOP-Creme und rotem Kaltlicht. Privat-Dozent Dr. Maurizio Podda, Oberarzt am Zentrum der Dermatologie der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main: "Dabei werden die kranken Hautzellen gezielt und sicher zerstört."

Entscheidende Vorteile der Behandlung: Die PDT kann ambulant durchgeführt werden. Helle Hautkrebsformen und -vorstufen werden dabei in den meisten Fällen ohne Narbenbildung dauerhaft besiegt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden, bei denen nur die mit dem bloßen Auge sichtbaren bösartigen Zellen behandelt werden, zerstört die neuartige Methode gleichzeitig auch äußerlich noch nicht sichtbare Krebszellen. Dr. med. Josef-Andreas Stefan, niedergelassener Dermatologe aus Hennef, ist davon überzeugt, dass die Photodynamische Therapie mit MAOP und rotem Kaltlicht bei der Behandlung bestimmter Formen und Vorstufen des Hellen Hautkrebses für den Hautarzt und seine Patienten einen Quantensprung, wenn nicht gar eine Revolution darstellt.

WANC 15.06.04
Patienten und ihre Angehörigen können sich im Internet unter folgender Adresse über die PDT mit MAOP-Creme und rotem Kaltlicht informieren sowie nach einem PDT-erfahrenen Dermatologen suchen: www.aktionlichtblick.de. Per Post sind ausführliche Informationsbroschüren erhältlich: Aktion Lichtblick, Postfach, 60159 Frankfurt.

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