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Neuer Zellschutz des Körpers entdeckt

Einem europäischen Krebsforscherteam ist es gelungen, neben der Apoptose (programmierter Zelltod) ein zweites Zellschutz-Programm zu entdecken, das genetisch veränderte Zellen davor bewahrt, sich zu Krebszellen zu entwickeln.

Die so genannte Seneszenz stoppt die Teilung entarteter Zellen, damit sie dem Organismus keinen Schaden zufügen. Das gezielte Auslösen der Seneszenz im Tumor ermöglicht die Entwicklung neuer Therapien gegen Krebs, berichten die Wissenschaftler um Clemens Schmitt von der Berliner Charite in der Zeitschrift Nature
.

Bekannt ist, dass Zellen von Natur aus über den natürlichen Schutzmechanismus Apoptose verfügen: Dadurch werden bösartig veränderte Zellen in den Selbstmord getrieben und sterben ab. Die jetzt nachgewiesene Seneszenz hält den Zellzyklus an, indem es die Aktivität bestimmter Krebsgene bremst. Dabei können sich die betroffenen Zellen nicht mehr teilen, leben aber im Gegensatz zu apoptotischen Zellen weiter.

Hinweise auf dieses Schutzprogramm gab es bereits seit einigen Jahren aus Zellkultur-Experimenten. Im lebenden Organismus konnten die Forscher der Charite
und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin Berlin-Buch dieses Programm erstmals nachweisen. Die Wissenschaftler haben gezeigt, dass die Seneszenz die Entwicklung von Lymphomen stoppen kann.

Bei dieser Krebserkrankung des Lymphsystems wird das Seneszenz-Programm durch ein bestimmtes Protein vermittelt. Dieses wird aktiv, wenn in den Zellen ein Gen-Defekt vorliegt und die Gefahr besteht, dass die Zellen zu Krebszellen entarten. Wenn dieses Protein fehlt, teilen sich die Zellen ungehindert weiter. Die Forscher wollen nun dieses Schutzprogramm für die Entwicklung neuer Therapeutika nutzen.


WANC 16.08.05/pte
Stress läßt Zellen sterben

Zelleigenes Protein löst Tod von Krebszellen aus

Zelltod: Wie man ihn für die Therapie nutzt

 
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