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Männer über 40 und Sonne: Die Anfälligkeit für weißen Hautkrebs ist besonders hoch
Weißer Hautkrebs: Vor allem ältere Männer gefährdet

Der weiße Hautkrebs ist der häufigste Hauttumor. Und doch relativ unbekannt. Gefährdet sich vor allem Männer über 40 Jahre mit heller Haut.

Ältere Männer mit hellem Hauttyp, die beruflich viel im Freien arbeiten und mit einer Hautkrebserkrankung in Ihrer Vorgeschichte, haben ein deutlich höheres Risiko an der Vorstufe des "Weißen Hautkrebs" zu erkranken, als der Rest der Bevölkerung. „Wir müssen in der Prävention stärker auf diese Zielgruppe eingehen: Männer ab 40, helle Hauttypen und der Sonnenstrahlung ausgesetzte Berufsgruppen," fordert daher Dr. Meinhard Schiller, Oberarzt in der Hautklinik des Universitätsklinikums Münster (UKM).

Schiller hat eine Studie durchgeführt, die das Gefährdungspotential verdeutlicht. Er erklärt: „Der beginnende weiße Hautkrebs, im Fachbegriff "Aktinische Keratose", ist eine Krebserkrankung der oberen Hautschicht. Kennzeichen sind milde, leichte Verhornungen auf der Haut, vornehmlich an den Stellen, die besonders der Sonneneinstrahlung ausgesetzt: Handrücken, die oberen Ohrenenden oder speziell bei Männern mit Glatze bzw. hohem Haaransatz die Stirn. Obwohl es sich um den häufigsten Hauttumor bei Menschen mit heller Haut weltweit handelt, ist diese Krebsart noch relativ unbekannt. Und damit auch leider die Vorbeugung dagegen."

In Deutschland ist der Weiße Hautkrebs noch relativ unerforscht. Andere Länder, etwa Australien, sind da, auch aufgrund der klimatischen Bedingungen, schon viel weiter.

Doch eine zielgruppenspezifische Prävention sei gerade angesichts der starken Zunahme der Erkrankungen nötig, betont der Hautexperte: „In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es jährlich 250.000 Neuerkrankungen. Das sind 16 mal mehr als beim Schwarzen Hautkrebs ("Malignes Melanom")."

Auch angesichts dieser Entwicklung warnt Schiller: „Wir befinden uns mitten in einer Hautkrebs-Epidemie." Gerade der starke Zusammenhang von Alter, Geschlecht und einer Berufstätigkeit im Freien sei ein Beleg dafür, wo angesichts knapper finanzieller Ressourcen entsprechende Präventionsarbeit wichtig und nötig ist.

Der Fachmediziner nennt folgende Möglichkeiten, um das Erkrankungsrisiko zu senken: „Zwischen 11 und 15 Uhr Sonneneinstrahlung vermeiden, auch im Beruf und bei Freizeitaktivitäten Sonnenschutzmittel nutzen, Sonnenbrände besonders vor dem 20. Lebensjahr vermeiden und die Haut, z.B. durch Kopfbedeckungen, vor der Sonne schützen. Sonnenschutz ist kein Thema, dass uns nur im Sommerurlaub am Strand interessieren sollte."

WANC 16.10.08/ Quelle:  Universitätsklinikum Münster

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