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Glioblastom: Wie "trojanische Pferde" bei der Therapie helfen

Die aggressiven Glioblastomzellen sind sehr beweglich und durchsetzen als Zellverbände das gesunde Hirngewebe. Die Entfernung dieser gestreuten Tumorinseln ist besonders schwierig. Jetzt sollen Blutstammzellen als trojanische Pferde eingesetzt werden, um sogenannte Masern-Impfviren gezielt zu den Tumorzellen zu schleusen.

Blutstammzellen, sogenannte hämatopoetische Vorläuferzellen, haben die Fähigkeit, Glioblastomzellen in den Gehirnen aufzuspüren. Bisher funktioniert das bei Mäusen. Wissenschaftler wollen diese Stammzellen nun mit Therapeutika gegen die Tumorzellen beladen und dann wie ein Trojanisches Pferd direkt zu den Tumorzellen transportieren. Hintergrund ist die Beobachtung, dass Masern-Impfviren zielgerichtet bösartige Zellen befallen. Sie vermehren sich in Tumorzellen völlig ungehindert und lösen dadurch das entartete Gewebe auf (Onkolyse).

Masern-Impfviren setzen einen Domino-Effekt in Gang
Die neu gebildeten Nachkommenviren infizieren weitere Tumorzellen. Es entsteht ein Domino-Effekt. Gesunde Zellen werden in der Regel nur zu einem geringen Grad infiziert. Nachfolgend findet so gut wie keine Vermehrung dieser Viren statt, da gesunde Zellen – im Gegensatz zu Krebszellen – über eine intakte Virusabwehr verfügen. Masern-Impfviren werden bereits in klinischen Studien bei Krebspatienten, zum Beispiel bei Patientinnen mit Eierstockkrebs, eingesetzt. Die Mediziner planen, diese Therapie mit der bereits in der klinischen Routine angewendeten Standard-Radiochemotherapie zu kombinieren.


17.11.2011/ Quelle: Klinik für Neurologie, UniversitätsSpital Zürich; Medizinische Klinik, Abteilung I, Universitätsklinik Tübingen
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