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Zahnärzte führen den unblutigen Abstrich zur Mundkrebserkennung durch
Mundkrebs: Sanfte Diagnose durch Bürstenbiopsie

Mundkrebs gehört weltweit zu den zehn häufigsten Tumoren des Menschen. Allein in Deutschland erkranken jährlich 7.650 Männer und 2.950 Frauen neu an diesem Krebs, wobei innerhalb von fünf Jahren durchschnittlich die Hälfte der erkrankten Patienten verstirbt. Frühzeitig erkannt, ist diese Form des Krebses jedoch heilbar. Jetzt gibt es einen einfachen Test, bei dem Zellen mit einer kleinen Bürste aus der Mundschleimhaut entnommen werden.

Nur durch eine frühzeitige Abklärung von Mundschleimhautveränderungen, z.B. in Form von weißlichen oder rötlichen Flecken, wird es möglich sein, die Erkrankungsrate und Sterblichkeit zu senken. Viele Patienten scheuen aber die Gewebeentnahme mit örtlicher Betäubung, Ausschneidung mit dem Skalpell, Naht und Nachkontrolle, die Voraussetzung für eine feingewebliche, histologische Untersuchung ist.

Die Professoren Alfred Böcking und Jürgen Becker vom Universitätsklinikum Düsseldorf haben jetzt ein unblutiges Verfahren entwickelt, das sich mit der histologischen Beurteilung messen und unnötige Probeexzisionen vermeiden kann. Die Entnahme von Zellen aus der verdächtigen Mundschleimhautregionen geschieht mit einem Bürstchen. Der Zahnarzt überträgt die so gewonnenen Zellen auf einen Glasobjektträger und fixiert sie sofort mit einem alkoholischen Spray. Diese Zellen werden dann vom Pathologen unter dem Mikroskop nach den in der Zytopathologie gebräuchlichen Kriterien begutachtet.

Diese Entnahmetechnik stellt eine einfache, vom behandelnden Arzt schnell durchzuführende und den Patienten nicht belastende Methode zur Mundkrebsfrüherkennung dar. Da mit dem Verfahren Mundkrebs häufiger im Frühstadium erkannt und behandelt werden kann, lässt die Methode signifikant verbesserte Heilungschancen bei Mundkrebs erwarten.

Zahnärzte haben die Möglichkeit, bei Vorliegen einer Leukoplakie jährlich einen Abstrich zur Mundkrebserkennung vorzunehmen. Die Methode ist als Kassenleistung in die Gebührenordnung für Zahnärzte (BEMA) aufgenommen, wird also von den Kassen bezahlt.

WANC 18.02.05
Mundkrebs: Alkohol erhöht das Risiko

Sanfte Krebsdiagnostik

 
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