Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Tumorzelle
Krebszellen: Früherkennung von Darm- und Gebärmutterhalskrebs hat den höchsten Nutzen für die Patienten
Krebsvorsorge: Nicht alles ist sinnvoll

Nicht alle Vorsorgeuntersuchungen sind sinnvoll, behauptet die Stiftung Warentest. Sie hat Methoden zur Krebsfrüherkennung bewertet und kommt zu dem Ergebnis, dass nicht alle Untersuchungen zur Früherkennung einen Nutzen bringen.

Der jüngste Gesetzesentwurf zur Gesundheitsreform sieht vor, dass Tumorpatienten für die Therapie mehr zuzahlen sollen, wenn sie Früherkennungstests nicht wahrnehmen. Doch nicht alle Tests zur Krebsvorsorge sind wirklich sinnvoll und andere verlängern nur das Leiden - da die Diagnose die Therapiemöglichkeiten nicht verbessert - wie die Stiftung Warentest in ihrem Buch "Untersuchungen zur Früherkennung – Krebs. Nutzen und Risiken" erläutert. In dem Buch beschreibt die Stiftung die Vor- und Nachteile der einzelnen Vorsorgeuntersuchungen und formuliert anhand der Kriterien Treffsicherheit, Nachweis des Nutzens und Bewertung des Risikos eine zusammenfassende Bewertung.

Beispielsweise verursacht Prostatakrebs in den meisten Fällen erst spät Beschwerden. Männer, deren Prostata regelmäßig abgetastet oder mit Ultraschall untersucht wurde oder die einen PSA-Test haben machen lassen, gehen das Risiko ein, jahrelang mit einer Krebsdiagnose zu leben, ohne dass eine Therapie jemals notwendig geworden wäre. Ob die Früherkennung einen Nutzen hat, ist unbewiesen. Die meisten Männer sterben mit, nicht an dem Tumor.

Besser ist die Situation bei der Früherkennung von Brustkrebs, Darmkrebs und Gebärmutterhalskrebs. Hier ist für einzelne Methoden ein Nutzen belegt. Die Mammographie ist ein Beispiel, dass dieser Nutzen von der individuellen Situation der Frau abhängen kann. Je nach Alter schwankt die Genauigkeit der Diagnosen. Bei Frauen unter 50 Jahren stehen dem Nutzen gewichtige Risiken und häufige falsche und unnötige Befunde gegenüber, mit steigendem Alter verbessert sich diese Bilanz aber. Einen höheren Nutzen für alle Patienten bringen hingegen etwa die Früherkennung von Darmkrebs sowie von Gebärmutterhalskrebs.

WANC 20.10.06
Quelle: "Untersuchungen zur Früherkennung - Krebs. Nutzen und Risiken", Stiftung Warentest, 19,90 Euro

Vorsorgeuntersuchun- gen: Mehr Schaden als Nutzen?

Darmkrebs: Vorsorge ist besser als Nachsorge

 
Seite versenden  
Seite drucken