Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Foto: obs/Bayer Vital GmbH
Durch einen speziellen Test kann das Risiko erheblich gesenkt werden, an Prostatakrebs zu versterben (Foto: obs/Bayer Vital GmbH)
Prostatakrebs: Screening schützt Leben

Ein einfacher Bluttest kann schon früh die Gefahr für Prostatakrebs bestimmen. Je früher das erfolgt, desto sicherer ist die Heilung. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie betont, dass eine in Europa stattgefunde Studie anderslautende Ergebnisse aus den USA wiederlegen.

Mit über 58000 Neuerkrankungen in Deutschland ist das Prostatakarzinom der häufigste bösartige Tumor beim Mann. Obwohl überwiegend ältere Männer betroffen sind und die Erkrankung selten rasch zum Tode führt, sterben jedes Jahr in Deutschland über 11000 Patienten an diesem Tumor. Durch die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) mittels eines einfachen Bluttestes können Frühformen Jahre vor ihrem klinischen Auftreten festgestellt und in diesen Frühstadien meistens geheilt werden.

In einer europäischen Studie mit 182000 Teilnehmern konnte jetzt gezeigt werden, dass durch PSA-gestütztes Screening gesunder Männer im Alter von 55-69 Jahre die Wahrscheinlichkeit, an einem Prostatakarzinom zu versterben, signifikant um 20 Prozent gesenkt wird. In Wirklichkeit ist der Unterschied wahrscheinlich sogar höher, da in der Kontrollgruppe wegen der mittlerweile großen Verbreitung des PSA-Tests nicht alle Patienten tatsächlich nicht getestet wurden.

Analysiert man die Patienten nur nach Ihrem wirklichen Screeningverhalten, so ist der Vorteil für das Screening 28 Prozent. Dieses Phänomen ist wahrscheinlich auch ein Grund dafür, dass eine gleichzeitig publizierte deutlich kleinere amerikanische Studie keinen Sterblichkeitsunterschied nachweisen konnte. Hier war aufgrund der Popularität des PSA-Testes in den Vereinigten Staaten der Anteil getesteter Patienten in der Kontrollgruppe wesentlich höher. Der mögliche Erfolg der Früherkennungsmaßnahme war somit überhaupt nicht nachweisbar, meint die Deutsche Gesellschaft für Urologie.

Zur Vermeidung eines prostatakarzinombedingten Todesfalles waren in der europäischen Studie 1410 Männer erforderlich, die sich der PSA-Testung unterzogen. Bei 48 Männern musste das Prostatakarzinom behandelt werden, um einen Todesfall zu verhindern. Diese Zahlen sind durchaus vergleichbar mit denen der etablierten Früherkennungsverfahren beim Brust- oder Darmkrebs.

Die Gesellschaft sieht in der hohen Rate an Patienten, die für ein gerettetes Leben behandelt werden müssen, genügend Grund, weitere Forschungsanstrengungen zu unternehmen. Es sei erforderlich, die wirklich gefährlichen Tumoren zu identifizieren. Dazu müsse einerseits verstärkt nach biologischen Parametern zur Aggressivität gesucht und andererseits die Lebenserwartung der betroffenen Patienten möglichst genau abgeschätzt werden.

WANC 26.03.09, Quelle: Deutsche Gesellschaft für Urologie

Sind Probleme beim Wasserlassen ein Hinweis auf Prostatakrebs?

Was sind die Normalwerte für PSA?

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich Prostatakrebs habe, bei bestimmten PSA-Werten?

Entsteht Prostatakrebs durch zu viel Testosteron?

Bedeutet ein erhöhter PSA-Test immer Krebs?

 
Seite versenden  
Seite drucken