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Bauchspeicheldrüsenkrebs: Mögliche neue Therapie gefunden

Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den agressivsten Tumoren. Die mit 80 bis 90% aller Fälle häufigste Form ist das Adenokarzinom. Dieses wächst schnell und breitet sich auch schnell aus. Die Aussicht auf Heilung ist nach Einschätzung von Ärzten immer noch nicht hoch. Doch das könnte sich ändern, weil ein Dresdner Forscherteam ein mögliche Therapie gefunden hat.

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist vor allem eine Krankheit des Alters. Das Erkrankungsalter liegt für Männer durchschnittlich bei 68 Jahren, für Frauen bei 70 Jahren. Seit einigen Jahren erkranken Frauen häufiger als Männer. Als Risikofaktoren gelten neben dem Alter Übergewicht, Rauchen sowie übermäßiger Akoholkonsum. In einer 2008 erschienen Studie heißt es: "Bauchspeicheldrüsenkrebs ist für mehr als 95 % der Erkrankten auch heute noch unheilbar." Das liegt unter anderem auch daran, dass  Bauchspeicheldrüsenkrebs häufig erst erkannt wird, wenn er schon recht groß ist und bereits Metastasen gebildet hat.

Wissenschaftler haben nun ein Gen gefunden - sie nennen es USP9X, dass eine entscheidende Bedeutung bei der Entstehung eines Pankreaskarzinoms haben soll. Sie stellten fest, dass sich bei einem kaum oder gar nicht Vorhandensein dieses Gens die Tumorzellen ungehindert entwickeln konnten. Das zeigte sich auch daran, dass bei Patienten mit duktalem Adenokarzinom des Pankreas eine verringerte Produktion von USP9X zu schlechten Überlebensraten nach einer Operation und einem erhöhten Risiko der Bildung von Metastasen führte. Die Dresdner Forscher suchen nun nach Wegen, eine verstärkte Herstellung von USP9X im Körper zu fördern.

02.05.2012/ Quelle: Nature: DOI: 10.1038/nature11114; Dtsch Arztebl 2008; 105(14): 255-62; DOI: 10.3238/arztebl.2008.0255
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