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Blasenkrebs: Ganz bestimmte Berufe erhöhen die Erkrankungsgefahr

An Blasenkrebs erkranken laut Deutscher Krebsgesellschaft jährlich rund 16.000 Menschen in Deutschland. Männer sind mehr als dreimal so oft betroffen wie Frauen, Männer erkranken an ihm durchschnittlich im Alter von 69, Frauen im Alter von 73 Jahren. Als Hauptursache gilt Rauchen. Doch danach folgt das berufliche Risiko. Wissenschaftler haben jetzt heraus gefunden, welche Berufsgruppen besonders gefährdet sind.

Warum manche Berufe so viel riskanter für Blasenkrebs sind als andere lässt sich vielleicht besser verstehen, wenn man weiß, das viele krebsauslösende Stoffe über die Luft oder die Nahrung in unseren Körper gelangen. Bevor sie aber wieder ausgeschieden werden, befinden sie sich einige Zeit in der Blase. Und dort können sie in die Schleimhaut der Harnblase eindringen, denn ist für Erkrankungen besonders anfällig. 

James Catto von der Universität Sheffield hat Gesundheitsdaten von 702.941 Personen ausgewertet. Von den dabei untersuchten 37 Berufsgruppen ergab sich bei zwölf ein besonders hohes Erkrankungsrisiko und für fünf sogar eine krankheitsspezifische Sterblichkeit. In drei Berufsgruppen wurde ein vermindertes Erkrankungsrisiko ermittelt.

Besonders hoch lag die Erkrankungsgefahr für Balsenkrebs bei Arbeitern in der chemischen Industrie bzw. in chemischen Prozessen: das erhöhte Risiko betrug 87%. Dannach folgen Mitarbeiter in der Gummiindustrie (+ 82%) und für solche, die mit Färbemitteln zu tun haben (+ 80%). Gefährdet sind darüber hinaus Arbeiter in der Glasindustrie, im Gesundheitswesen und am Hochofen sowie Kellner und Elektriker. Das größte Risiko für eine krankheitsspezifische Sterblichkeit trugen Arbeiter in der elektrischen und chemischen Industrie. Verminderte Gefahr trugen Mitarbeiter in künstlerischen Berufen, Lagerarbeiter und LKW-Fahrer. 

Weil bereits seit längerem bekannt ist, dass bestimmte Stoffe und Verbindungen, die z.B. in Gummi und Farben sind oder beim Löten und Schweißen frei gesetzt werden, betont die Deutsche Krebsgesellschaft, dass das Blasenkarzinom als Berufserkrankung anerkannt ist. 

05.07.2016/ Quelle: BJU International

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