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Übergewicht macht Dickdarmkrebs wahrscheinlicher

Darmkrebs gilt als in vielen Fällen vermeidbare Krankheit. Zum einen, weil sie durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen häufig im Frühstadium erkenn- und behandelter wird. Zum anderen gibt es Risikofaktoren, die wir selbst beeinflussen können. Einer der wichtigsten ist das Übergewicht.

Übergewicht erhöht das Risiko, Darmkrebs zu bekommen. Starkes Übergewicht steigert das Risiko noch mehr. Ärzte der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) haben ermittelt, dass starkes Übergewicht das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, etwa um ein Drittel gegenüber Normalgewichtigen erhöht. Das haben sie aus Daten von rund neun Millionen Teilnehmern an Studien zum Einfluss des Körpergewichts auf das Darmkrebsrisiko heraus gefunden. Konzentriert sich das überschüssige Fett hauptsächlich in der Bauchregion – auch als Apfelfigur bezeichnet, dann liegt das Erkrankungsrisiko sogar etwa um die Hälfte über dem schlanker Personen.

Ähnliche Erkenntnisse haben bereits andere Untersuchungen ergeben. So zeigte die Analyse (die sogenannte EPIC-Studie) von Daten von 368.277 Menschen, dass ein größeres Taillen-/Hüftumfang-Verhältnis (WHR) sowie eine große Körperlänge das Risiko für Dickdarmkrebs erhöht. Weil ein hoher Body-Mass-Index (BMI) das Erkrankungsrisiko nur bei Männern beeinflusst, ist die Ansammlung des Körperfettes am Bauch wohl gefährlicher als an anderen Stellen.

Was dafür verantwortlich ist, dass Übergewicht die Wahrscheinlichkeit einer Darmkrebserkrankung erhöht, können die Ärzte nur vermuten. Sie gehen aber davon aus, dass das Fettgewebe Entzündungen im Körper hervor ruft. Außerdem verändern sich die Fettzellen und damit auch die von ihnen abgegebenen Hormone. Das stört aber den Insulin-Haushalt und damit den Stoffwechsel.

Berliner Ärzteblatt 01.03.2013/ Quelle: PLoS One. 2013

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