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E-Zigaretten scheinen doch nicht so harmlos zu sein, wie es manchmal behauptet wird (Foto: Dirk Kruse/pixelio.de)
E-Zigaretten scheinen doch nicht so harmlos zu sein, wie es manchmal behauptet wird (Foto: Dirk Kruse/pixelio.de)
E-Zigaretten: Versteckte Krebsgefahren

E-Zigaretten sind weniger schädlich als herkömmliche Tabak-Zigaretten. Mit diesem Argument gehen Anhänger des Verdampfes gerne hausieren, wenn sie für ihre Produkte werben. Ob das Liquids-Verdampfen so viel weniger gefährlich ist als das Zigaretten-Qualmen lässt sich gar nicht so einfach feststellen. Denn es gibt Studien, die das eine wie das andere aussagen. Allerdings liegt das auch daran, dass kaum umfassende Untersuchungen vorliegen und vieles über Inhaltsstoffe und langfristige Wirkungen kaum erforscht ist. Eine neue Studie zeigt nun, dass in E-Zigaretten der krebserregende Stoff Formaldehyd versteckt ist.

Der Website "die-wahrheit-ueber-ezigaretten.de" kann man mit Sicherheit nicht nachsagen, der E-Zigarette sehr kritisch gegenüber zu stehen. Man findet die Information, dass die E-Zigarette ist - "nach bisherigem Wissenstand - die weniger schädliche Alternative gegenüber dem Rauchen durch Tabakverbrennung" ist. Die Website beklagt die "populistischen Äußerungen von Instituten und teilweise deren Ärzten, sowie einer Presse die in manchen Fällen leider sehr unkritisch mit breit gestreuten Pressemitteilungen mancher Dampfgegner umgeht".

Zu lesen steht dort auch dieser Satz: "Also handelt es sich bei der eZigarette um eine schadstoffärmere und damit weniger schädliche Alternative zu gängigen Tabakprodukten." Genau hinter dieser Aussage muss man mittlerweile große Fragezeichen setzen. Denn eine neue Studie hat festgestellt, dass in E-Zigaretten Formaldehyd enthalten ist. Formaldehyd ist eine üble Chemikalie, die laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gesundheitsschädlich ist: "…es reizt die Schleimhäute und kann Krebs im Nasenrachenraum auslösen, wenn es eingeatmet wird."Verwendet wird der Stoff laut Schadstoffberatung Tübingen zur Desinfektion und Konservierung z.B. in Spanplatten, Klebern, Aminoplast-Ortsschäumen, Lacken, Farben, Holzschutzmitteln, Sperrholz und Schicht-Parkett.

Formaldehyd findet sich aber auch in E-Zigaretten. Die Portland State University hat nachgewiesen, dass die von den Konsumenten eingeatmeten Aerosole „verborgenes“ Formaldehyd (im Fachjargon Formaldehyd-Releaser) enthalten. Wievielt das tatsächlich ist, hängt von der „Betriebstemperatur“ der E-Ziga­retten ab. Diese variiert mit der elektrischen Spannung mit der die Liquids verdampft werden und die zwischen 3 und 5 Volt liegt.

Wurde Aerosol mit 3 Volt erzeugt, dann fand sich darin kein Formaldehyd. Anders sah das bei 5 Volt aus. Dann fanden sich plötzlich hohe Konzentrationen der Chemikalie. Die Wissenschaftler haben bei einem Konsum von 3 ml Liquid pro Tag eine Belastung der Raucher mit 14,4 mg Formaldehyd berechnet. Raucht man 20 Verbrennungs-Zigaretten entstehen dagegen je nach Berechnungsmaßstab zwischen 1 und 3 mg. Die Forscher kommen deshalb zu dem Ergebnis, dass E-Zigarettenraucher bei hohen Volt-Temperaturen zwischen 5 bis 15 Mal mehr Formaldehyd zu sich nehmen als Raucher konventioneller Zigaretten.

Berliner Ärzteblatt 22.01.2015/ Quelle: N Engl J Med 2015

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