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Schmutzige Luft erhöht Risiko für Lungenkrebs

Das Gefährliche an einer Luftverschmutzung sind die damit verbundenen Feinstaubkonzentrationen. Denn feinste Staubpartikel gelangen ungehindert in die Lunge und können dort erheblichen Schaden anrichten. Wer schmutzige Luft lange ertragen muss, hat dadurch ein größeres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken.

Luftverschmutzung durch Feinstaub entsteht durch Autoabgase sowie Emissionen aus Industrie und Hausbrand. Die Gefahren durch Feinstaub steigen, je kleiner die Feinstaubpartikel sind. Denn je kleiner sie sind, desto eher werden sie über die Atemwege aufgenommen und können bis in die Lunge und Blutbahn gelangen. Davor soll in Europa eigentlich die EU-Gesetzgebung schützen: Demnach dürfen Feinstaubteilchen mit einem Durchmesser von bis zu zehn Mikrometern (PM10) einen Jahresmittelwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft nicht überschreiten.

Eine Auswertung von Daten, die zwischen 2006 und 2011 erhoben wurden, von über 300.000 Menschen Probanden zeigt, wie groß die Gefährdung ist. Bereits eine Feinstaubkonzentration unterhalb des europäischen Grenzwerts erhöht die Wahrscheinlichkeit, an Lungenkrebs zu erkranken. Ein Zusammenhang zwischen der Stickoxidkonzentration und Krankheitsfällen ließ sich nicht nachweisen. Von den Studienteilnehmern entwickelten in 13 Jahren 2095 Personen einen Lungenkrebs. Besonders oft wurde ein so genanntes Adenokarzinom diagnostiziert – ein Krebs, der auch bei Nichtrauchern auftritt.

Die Studiengruppe hat heraus gefunden, dass bereits eine um zehn Mikrogramm erhöhte Konzentration von PM10-Teilchen zu einem um 22 Prozent erhöhten Lungenkrebsrisiko führt. Bisher können die Wissenschaftler aber noch "keinen Schwellenwert für eine Gesundheitsgefährdung durch Feinstaub festlegen. Generell gilt, auch unter 40 Mikrogramm pro Kubikmeter: Je weniger, desto besser.“


Berliner Ärzteblatt 31.07.2013/ Quelle: The Lancet Oncology 2013
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