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Fettes Essen verändert die Darmflora und erhöht damit die Gefahr einer Krebserkrankung (Foto: Rolf Handke/ pixelio.de)
Fettes Essen verändert die Darmflora und erhöht damit die Gefahr einer Krebserkrankung (Foto: Rolf Handke/ pixelio.de)
Fettes Essen ruiniert unseren Darm

Menschen, die sich zu fett ernähren, tragen eine hohe Gefahr, an Darmkrebs zu erkranken. Fette Lebensmittel im Überfluss scheinen die Darmflora völlig durcheinander zu bringen. Das Risiko besteht im übrigen unabhängig vom Gewicht - gefährdet sind also nicht nur Über- sondern auch Normalgewichtige.

Der Mahnungen gibt es genug. Auch die Deutsche Krebshilfe stimmt da in das allgemeine Warnen mit ein: "Pommes, Grillhahn, Bratwurst – Ob aus Zeitmangel oder schlicht aus Gewohnheit, immer häufiger greifen wir zu schnell verfügbarem und sehr fettigem Essen. Mit unseren Lebensgewohnheiten hat sich auch unser Essverhalten geändert. Gepaart mit mangelnder Bewegung kann dies zu Übergewicht führen. Ein zu hohes Körpergewicht geht einher mit einem erhöhten Risiko, an Krebs zu erkranken, insbesondere Darmkrebs. Epidemiologische Studien haben diesen Zusammenhang gezeigt."

Die jetzt am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München durchgeführte Untersuchung sieht die Gefahren der falschen Ernährung aber ganz unabhängig vom Gewicht. Fette Kost führe dazu, "dass die Darmflora aus ihrem Gleichgewicht geworfen wird“. sagt Dr. Melek C. Arkan.  Und er erklärt:„Unsere Darmflora ist ein System aus unterschiedlichen Mikroorganismen, zum Großteil Bakterien. Diese übernehmen sehr wichtige Funktionen, wie etwa die Nahrung zu verdauen, lebenswichtige Stoffe zu produzieren und Krankheitserreger abzuwehren.“,

Im Labor konnte das Forscherteam beobachten, dass durch fettreiche Ernährung einige Bakterienstämme plötzlich dann vermehrt, andere wiederum nur in geringeren Mengen im Darm vorkommen. Diese Veränderungen der Darmflora spielen laut Arkan eine ganz entscheidende Rolle bei der ernährungsbedingten Entstehung von Darmkrebs. Und wenn man das Ungleichgewicht wieder in ein Gleichgewicht bringt, hat das Einfluss auf das Darmkrebsrisiko? Die Antwort von Arkan lässt hoffen: „Durch die Behandlung mit Butyrat – einem bakteriellen Endprodukt – konnten wir im Labor die bakterielle Zusammensetzung im Darm wieder angleichen. Und in der Tat haben wir beobachtet, dass dies vor der Krebsentstehung schützen kann.“
Doch das sind bisher nur Laborergebnisse. Jetzt müssen die Wissenschaftler noch heraus finden, ob sich die gefundenen Erkenntnisse auf den Menschen anwenden lassen.

Berliner Ärzteblatt 20.03.2015/ Quelle: Nature

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