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Wie das Immunsystem die Krebsabwehr beeinflußt

Bei der Bekämpfung von Tumoren kann das körpereigene Abwehrsystem eine große Unterstützung leisten. Verantwortlich dafür sind in erster Linie bestimmte Zellen - die regulatorischen T-Zellen. Die kurz Tregs genannte Zellen können die Immunabwehr gegen Tumorzellen unterdrücken.

Tregs drosseln die Aktivität anderer Immunzellen. Das hat einen guten
Grund: Das körpereigene Abwehrsystem darf keinesfalls überreagieren. Geraten seine Hauptakteure, die T-Helferzellen, außer Kontrolle, kann dies Autoimmunerkrankungen oder Allergien zur Folge haben. Eine überschießende Immunreaktion gegen Infektionserreger kann sogar Organe und Gewebe direkt schädigen. Diese sinnvolle Einrichtung des Körpers gegen die Selbszerstörung hat aber auch seine Schattenseite. Dadurch ermöglicht sie es, dass die Immunabwehr insbesondere gegen Tumorzellen nicht mehr so effektiv funktioniert und entartete Zellen der Abwehr entschlüpfen können.

Treg dämpft die Immunabwehr
Der Einsatz T-Zell-Rezeptor läuft so ab: Ertastet die T-Zelle ein Sensormolekül auf der Oberfläche der Helferzellen, fremde oder geschädigte Eiweißmoleküle, so löst dies eine Abfolge bestimmter Reaktionen aus. Diese mündet darin, dass im Kern der Helferzelle Gene abgelesen werden, die für eine Immunattacke notwendig sind. Kommt Treg ins Spiel, werden die Immunbotenstoffe nicht mehr oder weniger aktiviert und damit das Abwehrsystem auch nicht mehr in Alarmbereitschaft versetzt.

Prof. Peter Krammer aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum berichetet, dass Tregs die Immunabwehr bei verschiedenen Krebserkrankungen dämpfen können, "so dass entartete Zellen der Abwehr entschlüpfen. Das kann die Entstehung und Verbreitung von Krebs begünstigen." Die Wissenschaftler suchen nun nach Wegen, der gedrosselten Immunabwehr  "wieder auf die Sprünge zu helfen“.

wanc 22.12.2011/ Quelle: Science Signalling 2011, DOI: 10.1126/scisignal.2002179
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