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Leukämie-Behandlung: Neue Therapie mit weniger Nebenwirkungen

Die akute Promyelozytenleukämie (APL) ist eine der aggressivsten akuten Leukämien. Sie läst sich im Vergleich mit anderen Leukämien aber gut behandeln und oft sogar heilen. Allerdings zu einem hohen Preis: Die eingesetzte Chemotherapie ist hoch giftig ist und führt zu starken Nebenwirkungen. Eine Forschergruppe hat nun gezeigt, dass es eine alternative Behandlungsmethode gibt, die ohne Chemotherapie auskommt.

Die neue Therapie ist eine Kombination aus All-trans-Retinsäure (ATRA) und Arsentrioxid (ATO). ATO ist bislang nur in der Behandlung von Rezidiven zugelassen, also bei erneut aufgetretenem Krankheitsbild. Doch in einer Studie mit 156 Patienten konnten Ärzte nachweisen, dass eine Kombination aus ATRA und ATO mindestens ebenso wirksam ist, wie die Behandlung mit der derzeitigen Standardtherapie.

Bei der derzeitige Standardtherapie erhalten Patienten, bei denen erstmals die Erkrankung nachgewiesen wurde, eine Kombination aus ATRA und einer Chemotherapie mit Idarubicin. Diese Standardtherapie ist laut Prof. Dr. Arnold Ganser von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sehr erfolgreich – weniger als 10% der behandelten Patienten erkranken erneut. Allerdings sind die Nebenwirkungen sehr stark und können sogar zum Tod führen.

In der Studie erhielten 79 Patienten die Standardtherapie, 77 die Alternative. In der ersten Gruppe konnte eine komplette Remission bei 95% und in der zweiten bei 100% der Patienten erreicht werden. In der ersten Gruppe überlebten 95% der Patienten zwei Jahre ohne einen erneuten medizinischen Zwischenfall. In der zweiten Gruppe, der mit der Behandlung ohne Chemotherapie, lag der Anteil bei 97%.

Die Schlussfolgerung der Ärzte kann betroffenen Patienten Hoffnung machen: Die neue Therapiekombination sei der bisherigen Standardtherapie mindestens nicht unterlegen. Führe aber bei den Patienten zu weniger Nebenwirkungen und einer besseren Lebensqualität.


Berliner Ärzteblatt 12.07.2013/ Quelle: NEnglJMed
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