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Vorsicht bei Medikamenten gegen Bluthochdruck: Manche erhöhen die Sensibilität gegen Sonne - deshalb mit Sonnenhut und -creme schützen
Vorsicht bei Medikamenten gegen Bluthochdruck: Manche erhöhen die Sensibilität gegen Sonne - deshalb mit Sonnenhut und -creme schützen
Medikamente gegen Bluthochdruck erhöhen Risiko für Lippenkrebs

Medikamente gegen Hypertonie können die Sensibilität gegenüber der Sonne verstärken, wenn sie über einen langen Zeitraum eingenommen werden. Und das kann den Beobachtungen eines US-Instituts zur Folge zu einem erhöhten Risiko für Lippenkrebs führen. Allerdings ist das tatsächliche Risiko für den einzelnen recht gering.

Untersucht wurden 22904 Personen, von denen 712 an Lippenkrebs erkrankt waren. Dabei stellte sich heraus, dass insbesondere diejenigen Patienten den Krebs bekamen, die mindestens seit zwei Jahren blutdrucksenkende Präparate einnahmen. Allerdings gibt es bestimmte sogenannte Antihypertensiva, die durch Sonneneinstrahlung so negative Eigenschaften enthüllen. Dabei ermöglichen diese Medikamente, dass die Sonne Zellen schädigt und dadurch Entzündungen der Haut oder Tumoren entstehen. Die mögliche Gefahr ist dabei abhängig von der Art des Präparates.

Bei einer fünfjährigen Einnahme des bestimmten Medikamentes bedeutete das folgende Erhöhungen des Erkrankungsrisikos: bei Hydrochlorothiazid um das 4,22-fache, bei einer Kombination aus Hydrochlorothiazid mit Triamteren um das 2,82-fache, bei Nifedipin um das 2,9-fache und bei Lisinopril um das 1,42-fache. Bei dem Betablocker Atenolol wurde eine Risikoerhöhung um das 1,93-fache ermittelt, aber nur, wenn er zusammen mit anderen Antihypertensiva eingenommen wurde. Ohne diese lag das Risiko bei 0,54.

Die Wissenschaftler können allerdings nicht festlegen, wie lange die Sonnenbestrahlung dauern muss, bis sie gefährlich wird. Sie sagen aber, dass bereits eine zeitweilige Aussetzung der Lippen an die Sonne ausreicht, um das Risiko zu erhöhen. Allerdings weisen die Wissenschaftler auch darauf hin, dass wegen der geringen Erkrankungsrate, die Chance, tatsächlich zu erkranken, sehr gering ist. Sie machen darauf aufmerksam, dass Sonnenschutz durch Sonnencrems und Schatten spendenden Kopfbedeckungen, die Haut ausreichend schützen sollten.

Berliner Ärzteblatt 13.08.2012, Quelle: Arch Intern Med., . doi:10.1001/archinternmed.2012.2754
 
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