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Gehirntumoren bei Melanompatienten schrumpfen lassen

Bösartiger Hautkrebs hat die unangenehme Angewohnheit Metastasen zu bilden. Die wandern oft ins Gehirn und lösen dort Tumore aus. Bisherige Medikamente ließen nur in 10% der Fälle diese Geschwülste schrumpfen. Doch jetzt gibt es eine neues Medikament, das ersten Studien zur Folge bei 90% der Patienten wirkt.

Das Medikament nennt sich Dabrafenib und zielt auf das so genannte BRAF-Gen ab, das bei 50 Prozent aller Melanompatienten mutiert. Dabrafenib blockiert dieses Gen in der Melanomzelle und hält die Zelle so davon ab, sich zu vermehren. Häufig schrumpft die Zelle und löst sich ganz auf.

Getestet wurde das neue Medikament von australischen Forschern, um bösartigen schwarzen Hautkrebs zu behandeln. Dabei zeigte sich, dass es auch Metastasen (Tochtergeschwülste) im Gehirn von Patienten mit fortgeschrittenem Krankheitsstadium schrumpfen lässt. Die Wissenschaftler erwarten, dass das neue Medikament die Lebenserwartung von Patienten, deren Melanom bereits in das Gehirn gestreut hat, um einige Monate verlängern kann. Die meisten Patienten mit Hirnmetastasen sterben innerhalb von vier Monaten. Die Studie zeigte jedoch, dass die Gehirntumore bei neun von zehn Patienten innerhalb der ersten sechs Wochen schrumpften. Die Lebenserwartung erhöhte sich bei allen zehn Patienten auf mehr als fünf Monate, zwei Patienten überlebten mehr als 12 Monate, ein weiterer Patient ist nach 19 Monaten noch am Leben.

Dr. Georgina Long betont: "Erstmals liegt uns nachweislich eine systemische Arzneimitteltherapie vor, die das Überleben von Melanompatienten mit multiplen Hirnmetastasen verlängern kann. Derzeit gibt es nämlich keine wirksame systemische Behandlung von Hirnmetastasen und Patienten, deren Melanom bereits in das Gehirn gestreut hat, werden häufig von viel versprechenden klinischen Studien ausgeschlossen. Bis heute gab es kein einziges Medikament, das Hirnmetastasen bei mehr als zehn von 100 Patienten mit metastasiertem Melanom schrumpfen ließ. Dabrafenib dagegen konnte die Größe von Hirnmetastasen mit einer Erfolgsquote von 90 Prozent reduzieren."

Und sie erklärt: "Hirnmetastasen bei Melanompatienten stellen ein großes ungelöstes Problem dar. Bislang schlug bei dieser Hautkrebsart grundsätzlich keine medikamentöse Behandlung an. Auch die tödlichen Hirnmetastasen sprechen äußerst selten auf eine solche Therapie an. Sollten die Ergebnisse dieser frühen klinischen Studie auch durch Tests an einer größeren Patientengruppe bestätigt werden und die Metastasen tatsächlich dauerhaft auf diese Arzneimitteltherapie ansprechen, könnte das Medikament endlich weltweit für die Behandlung von Patienten mit metastasiertem Melanom eingesetzt werden."

wanc 01.06.2012/ Quelle: The Lancet / Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund
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