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Entschlüsselt: Wie Tumore sich ausbreiten

Das gefährliche an Tumoren ist, dass der Körper die Kontrolle über das Wachstum der Krebszellen verloren hat. Die Folge: Die Zellen wachsen und wachsen und wachsen. Und irgendwann lösen sich einige dieser Zellen und wandern in anderes Gewebe, um sich dort festzusetzen: Es haben sich Metastasen gebildet. Wissenschaftler haben jetzt ein Protein identifiziert, das bei diesem Prozess maßgeblichen Anteil hat.

Tumore, die Metastasen gebildet haben, sind schwerer zu behandeln als solche, bei denen sich noch keine Zellen abgespaltet haben. Ärzte sagen, dass ein metastasierender Krebs die Überlebenschancen eines Patienten verschlechtert. Noch. Denn Wissenschaftler vom Krebscenter der Universität Hawaii haben ein Eiweiß gefunden, das dem Tumor bei der Ausbreitung hilft. Es nennt sich RSK2.

Dieses Protein sorgt nämlich dafür, dass entartete Zellen auf Wanderschaft gehen können. Es schwächt die Verbindung von Zellen untereinander aber auch die Haftung der einzelnen Zellen im Gewebe. Deshalb können sich Tumorzellen lösen und sich im Gewebe anderer Organe festsetzen, um dort Tochtergeschwulste zu bilden. Belegt haben die Wissenschaftler die Wirkung von RSK2 bisher bei Brust- und Prostatakrebs. Wahrscheinlich ist die Beteiligung auch bei Krebs in Kopf, Nacken und der Lugen sowie beim Neuroblastom (Krebserkrankungen im Kindesalter).

Die Wissenschaftler konzentrieren sich nun darauf, Wege zu finden, um die Wirkung von RSK2 zu unterbinden. Bisher gebe es Medikamente, die Krebszellen abtöten und solche, die die Teilung der Krebszellen verhindern. Aber nur wenige Arzneimittel versuchen, die Wanderungsbewegung der gefährlichen Zellen zu stoppen.

Berliner Ärzteblatt 27.02.2013/ Quelle: J Biol Chem.
Metastasen an der Wanderung hindern

Gen-Check zur Vorhersage von Metastasen

Innovativer Therapieansatz gegen Krebs-Metastasen

 
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