Luftverschmutzung begünstig Krebs in der Mundhöhle
 

Hohe Werte von Schadstoffen in der Luft können das Risiko für Mundhöhlenkrebs steigern. Verantwortlich dafür ist vor allem Feinstaub (PM2,5)  und zu einem weit geringen Anteil Ozon.

Für das Entstehen von Mundhöhlenkarzinomen wird in der Regel das Rauchen verantwortlich gemacht. In Ländern wie Taiwan gehört zu den Hauptgefahrenquellen aber auch das weitverbreitete Kauen der unreifen Frucht der Betelnuss, die in Kalk eingelegt und in ein Betelpflanzen-Blatt eingewickelt wird.

Doch nun belegt eine Studie, dass auch Feinstaub zu den Verursachern gehört. Feinstaub PM2,5 bedeutet Staub in der Partikelgröße 2,5µm, das sind 2,5 Mikrometer oder 0,0025 Millimeter. Gemessen wurde die Feinstaubbelastung in 66 Kontrollstationen in Taiwan. Dann wurden im in den Jahren 2012 und 2013 die Krankenakten von 482.659 Männern im Alter von 40 Jahren und älter ausgewertet.

Es fanden sich 1617 Fälle von Mundhöhlenkrebs. Dabei stellte sich heraus, dass Feinstaub neben Rauchen und Betelnuss-Kauen ein eigenständiger Risikofaktor für die Erkrankung war. So erhöhte sich das Risiko in der Gruppe derjenigen, die hohen Feinstaubbelastungen (mehr als 40.37 ug/ m3) ausgesetzt waren im Vergleich zu geringen Mengen (weniger als 26.74 ug/m3) um 43%.

Auch für die Ozonbelastung gibt es den Nachweis der Erhöhung der Krebsgefahr in der Mundhöhle. Allerdings, so räumen die Mediziner der Chung Shan Medical University ein, ist der Einfluß weit weniger bedeutend. Allerdings seien die negativen Einflüsse von Ozon auf die Atemwege in vielen Studien bestätigt.

11.10.2018 cs / Quelle: J Investig Med





Quelle:
http://www.medizinauskunft.de/home/artikel/diagnose/krankheiten/Krebs/mundhohlenkrebs-feinstaub-11-10-2018.php