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Direkt nach dem Aufstehen zu rauchen, ist besonders schädlich

Wer morgens gleich nach dem Aufstehen rauchen muss, lebt besonders gefährlich. Denn Wissenschaftler haben Anhaltspunkte dafür gefunden, dass die erste Zigarette, noch vor dem Frühstück gequalmt, das Risiko für Krebs deutlich erhöht.
 
Joshua Muscat und seine Kollegen vom Penn State College of Medicine in Hershey haben gleich zwei Studien durchgeführt, die sich mit dem Rauchen kurz nach dem Aufwachen beschäftigen. Und zwar haben sie ermittelt, wie sich die frühe Zigarette auf die Entwicklung von Lungenkrebs bzw. auf den HNO-Bereich (Hals-Nasen-Ohren) auswirken. Dabei stellten sie fest, dass die Raucher, die ihren ersten Glimmstengel rund eine halbe bis eine Stunde nach dem Aufstehen anzündeten, ein 1,3mal höheres Risiko hatten, Lungenkrebs zu bekommen. Das Risiko für einen HNO-Tumor war um den Faktor 1,4 erhöht.

Bei Rauchern, die sogar schon innerhalb der ersten halben Stunde nicht am blauen Dunst vorbei kamen, war das Risiko für Lungenkrebs sogar 1,8mal höher (HNO-Krebs: 1,6mal höher). Für ihre beiden Untersuchungen analysierten die Wissenschaftler die Daten von 5.830 Tumorpatienten und 3.630 gesunden Personen.
 
Ob das frühe Rauchen tatsächlich die Ursache für die Risikosteigerung ist, beantworten die Studien allerdings nicht. Die Arbeitsgruppe betont aber, dass frühe Qualmer höhere Nikotinspiegel hätten. Darüber hinaus sei das Rauchen vor dem Frühstück ein Anzeichen für eine größere Abhängigkeit und damit einen höheren Konsum von Nikotin.




Berliner Ärzteblatt 09.08.2011/ Quelle: Cancer, DOI: 10.1002/cncr.26235, DOI: 10.1002/cncr.26236
 
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