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Stress begünstigt Entstehen von Krebs

Stress kann eine Gefahr für unsere Gesundheit sein. Doch Stress wirkt sich nicht nur negativ auf Herz und Kreislauf sowie unsere Psyche aus. Stress ist neueren Erkenntnissen zur Folge auch ein Risikofaktor für Krebs. Jetzt haben Wissenschaftler ein bestimmtes Stressgen entdeckt, das Zellen des Immunsystems dazu bringt, den Krebs im Körper zu verbreiten.

Dieses Gen nennt sich ATF3. Es wird aktiviert, wenn andere Körperzellen unter Stress geraten. Normalerweise sorgt ATF3 dafür, dass von Stressoren beschädigte Zellen - beispielsweise durch Strahlung oder Sauerstoffmangel - Selbstmord begehen, bevor sie weiteren Schaden anrichten können. Unter bestimmten - aber bisher noch weitgehend unklaren Umständen - schaffen es Krebszellen, das Stressgen ATF3 für ihre eigenen Zwecke zu mißbrauchen. Anstatt den geschädigten Zellen den Befehl zur Selbstzerstörung zu geben, weisen sie ihnen einen Fluchtweg. Dort sorgen die Krebszellen dafür, dass sich Metastasen bilden und sich der Krebs ausweitet.

Bei 300 Brustkrebspatientinnen haben Ärzte diesen Ablauf kontrolliert. Es stellte sich heraus, dass bei den Patientinnen, bei denen ATF3 im Tumor in größeren Mengen produziert wurde, die Verbreitung der Krebszellen über den gesamten Körper erhöht war. Metastasen setzten sich im stützenden, lockeren Bindegewebe (Stroma) eines Organs fest. In fast allen Fällen, in denen sich ATF3 in großen Mengen im Stromazellen fanden, waren die Überlebensraten der Betroffenen stark reduziert.

Die Wissenschaftler sehen durch diese Ergebnisse die Hypothese bestätigt, dass chronischer Stress ein Risiko für das Entstehen von Krebs darstellt. Dabei wird Stress beispielsweise durch Übergewicht oder auch psychische Überbeanspruchung ausgelöst. Weitere mögliche Faktoren für Stress sind eine sehr fetthaltige Ernährung, diabetische Symptome oder auch oder eingeschränkte Bewegung.

Berliner Ärzteblatt 27.08.2013/ Quelle: J Clin Invest. 2013

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