Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Wer übergewichtig ist, bekommt eher einen Hirntumor

Menschen mit Übergewicht oder Fettleibigkeit haben ein erhöhtes Risiko für eine bestimmte Form von Hirntumoren – den Meningeomen. Fünf bis acht Personen von 100.000 erkranken jedes Jahr ein einem Meningeom. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei 63 Prozent.

Meningeome und Gliome gehören zu den häufigsten Hirntumor-Erkrankungen bei Erwachsenen. Insgesamt wurde das Datenmaterial aus 12 Studien einbezogen, darunter 2.982 Fälle mit einem Meningeom und 3.057 Fälle mit einem Gliom.

Die Universität Regensburg hat die Daten analysiert und heraus gefunden, dass Personen mit Übergewicht - also mit einem Body Mass Index (BMI) von 25 bis 29,9 -  die Wahrscheinlichkeit um 21 % erhöht war, in ihrem Leben an einem Meningeom zu erkranken. Das Risiko lag bei fettleibigen Menschen - also mit einem BMI von 30 oder mehr - sogar um 54 % höher. Zwischen einem erhöhten Körpergewicht und Erkrankungen mit einem Gliom, der ähnlich oft auftritt wie ein Meningeom, aber eine noch schlechtere Prognose hat, konnte kein Zusammenhang hergestellt werden. 

Die Studie zeigte jedoch auch auf, welchen positiven Einfluss körperliche Aktivität auf das Erkrankungsrisiko haben kann. Menschen, die körperlich sehr aktiv sind, weisen ein um 27 % geringeres Meningeom-Risiko auf als diejenigen, die sich am wenigsten bewegen. Bei einem Gliom war der Vorteil durch Bewegung wesentlich geringer: Um 14% senkte körperliche Aktivität das Erkrankungsrisiko. 

„Das ist eine bedeutende Entdeckung, da wir erst wenige Risikofaktoren für die Erkrankung an Meningeomen identifiziert haben. Und die Risikofaktoren, die wir bislang kennen, lassen sich nicht beeinflussen“, freut sich Dr. Gundula Behrens. Die unbeeinflussbaren Risikofaktoren sind im übrigen eine frühere Strahlentherapie, weibliche Geschlechts­hormone oder die erbliche Neurofibromatose Typ 2 (das ist eine erbliche Tumorerkrankung des Hirns). 

Behrens macht für den Zusammenhang zwischen Übergewicht und Meningeom-Erkrankungen verschiedene biologische Prozesse verantwortlich. Übergewicht führe beispielsweise zu einer Überproduktion von Östrogenen, die wiederum die Entwicklung von Meningeomen fördern. Zudem erzeuge Übergewicht ein hohes Insulinniveau im Körper und Insulin begünstige das Wachstum von Meningeomen.

18.09.2015/ Quelle: Neurology

Hirntumore durch mobile Telefone: Die Gefahren lassen sich nicht wegdiskutieren

Pille erhöht Risiko für Hirntumor

 
Seite versenden  
Seite drucken