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Genügend Sonne scheint sich positiv auf das Krebs-Errkankungsrisiko auszuwirken (PhotoDisc)
Genügend Sonne scheint sich positiv auf das Krebs-Errkankungsrisiko auszuwirken (PhotoDisc)
Mangel an Sonne - höheres Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs

Zu wenig Sonne ist verantwortlich für einen geringen Vitamin-D-Spiegel im Blut. Ein Mangel an Vitamin D wird inzwischen für eine Reihe von Erkrankungen verantwortlich gemacht. Eine jetzt veröffentlichte Untersuchung der Universität von Kalifornien in San Diego will nun nachweisen, das mangelndes Sonnenlicht das Risiko für die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs deutlich erhöht.

Niedrige Vitamin-D-Spiegel haben wahrscheinlich keinen Einfluss auf die Entstehung aber auf den Verlauf von Krebserkrankungen. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sieht das anders aus, da beeinflusst Vitamin D auch auf die Krankheitsentwicklung. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) hat 2014 Daten von mehr als 26.000 Menschen vorgelegt. Die Auswertung ergab, dass die Menschen mit den geringsten Vitamin-D-Werten um 1,57 häufiger verstarben als diejenigen mit den höchsten Vitamin-D-Werten. Bei einer Krebsdiagnose - zumindest bei Darm- und Brustkrebs - heißt das, dass der Vitamin-D-Mangel eher die Folge und nicht die Ursache einer Krebserkrankung ist.

Die nun vorliegende Studie kommt dagegen zu dem Ergebnis, dass Menschen in Ländern mit einem geringen Anteil Sonnenlicht ein viel höheres Risiko tragen, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, als die Menschen in sonnigen Gebieten unserer Erde. Die Wissenschaftler stellten fest, dass Menschen, die in sonnigen Ländern nahe am Äquator zu Hause sind, nur ein Sechstel so häufig Bauchspeicheldrüsenkrebs bekommen. Fest gemacht haben sie das an den Vitamin-D-Spiegeln der untersuchten Personen. Dazu haben sie Daten aus 107 Ländern ausgewertet.

Ob die Gleichung geringer Vitamin-D-Spiegel gleich erhöhte Gefahr für Bauchspeicheldrüsenkrebs - oder anders ausgedrückt: erhöhe den Vitamin-D-Spiegel durch die Einnahme von Vitamin-D-Tabletten und senke dadurch das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs - aufgeht, ist dennoch fraglich. Denn auch die US-Wissenschaftler räumen ein, dass mit diesen Ergebnissen keinesfalls bewiesen ist, dass ein Vitamin-D-Mangel das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs steigert. Der Zusammenhang liege zwar nahe - aber genauso wie in der Untersuchung der DKFZ ist Ursache und Wirkung nicht genau klar. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Vitamin-D-Mangel auch die Folge der Krebserkrankung ist und nicht die Ursache.

Vor allem sagen fast alle Wissenschaftler: Bisher könne man niemand den Ratschlag geben, prophylaktisch Vitamin D einzunehmen. Denn hohe Dosen von Vitamin D sind nicht ohne. Sie können zu Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit oder starkem Durst führen. Aber auch Herzrhythmusstörungen, Verklumpungen von Blutgefäßen und Nierenschäden - von Nierensteinen bis Nierenversagen - sind möglich.

30.04.2015/ Quelle: The Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology

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