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Fettes Essen und der Magen wehrt sich: Sodbrennen (Foto: DAK/Wigger)
Kann Sodbrennen zu Krebs führen?

Sodbrennen kann gefährlich werden. Wandelt es sich von einer gelegentlichen Belästigung zu einer chronischen Entzündung, dann ist das ein Risikomerkmal für Krebs.

Das charakteristische Brennen nach einer späten Mahlzeit oder mehreren alkoholischen Getränken am Vorabend ist ein vielen bekanntes Symptom, 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung in der westlichen Welt leiden daran. Mögliche langfristige Folgen sind jedoch den meisten nicht bekannt.

Das charakteristische Brennen, das durch den Reflux (Rücklauf) von Magensäure in die Speiseröhre verursacht wird, kann zunächst zu einer Entzündung im magennahen Abschnitt der Speiseröhre führen. Diese Entzündung hat bei etwa 8 Prozent der Patienten eine Umwandlung der Schleimhaut zur Folge (Barrett-Schleimhaut) und kann langfristig das Risiko einer Krebserkrankung erhöhen.

„Das bedeutet, eine frühzeitige anti-entzündliche Behandlung sowie die konsequente endoskopische Überwachung können verhindern, dass Krebs entsteht," warnt Prof. Dr. Martin Zeitz, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Rund 5.000 bis10.000 Menschen in Deutschland erhalten jährlich die Diagnose Speiseröhrenkrebs. Nur etwa 10 Prozent der Patienten leben länger als fünf Jahre, weil die Diagnose zu spät gestellt wurde.

Gelegentliches Sodbrennen stellt jedoch noch keine Krankheit dar, betont des Universitätsklinikum Aachen. Erst wenn die Lebensqualität der Betroffenen beeinträchtigt ist oder sich die Speiseröhre dauerhaft verändert, wird das Zurückfließen von Mageninhalt in die Speiseröhre zur Krankheit. Das bedeutet, dass ihr Wohlgefühl und ihr Tagesablauf dadurch erheblich eingeschränkt werden. Jeder zweite Betroffene behandelt gelegentliches Sodbrennen selbst. Treten die Beschwerden jedoch wiederkehrend auf oder halten sie mehr als zwei Wochen ununterbrochen an, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen und sich untersuchen lassen.

Sodbrennen tritt häufig nach opulenten Mahlzeiten auf oder auch während der Nacht. Ein gefüllter Magen und die liegende Körperposition begünstigen den Reflux. Alkohol und Koffein vermindern die Schließkraft des Ringmuskels der unteren Speiseröhre. Änderungen der Lebensgewohnheiten können daher zu einer Linderung von Sodbrennen beitragen. Reicht die Änderung des Lebensstils nicht aus, um die Symptome zu beseitigen, ist die wirksamste Therapie die Unterdrückung der Magensäure. Dazu gibt es verschiedene Medikamente. Auch kann mit Hilfe verschiedener Operationstechniken die Schließkraft des Ringmuskels gestärkt werden.

Der Reflux ist ein Beispiel dafür, dass eine chronische Entzündung in Krebs münden kann. Dieser Zusammenhang ist auch auf andere Organsysteme übertragbar wie zum Beispiel den Magen. Hier bedingt die chronische Magenschleimhautentzündung durch das Magenbakterium Helicobacter pylori ein erhöhtes Risiko für Magenkrebs. Ebenso können die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen mit langjähriger Entzündung des Dickdarms zu Dickdarmkrebs führen. Das gleiche gilt für Infektionen der Leber wie die Hepatitis B und C, die in der chronischen Form die Entstehung bösartiger Tumoren in der Leber begünstigen.

WANC 07.10.08/ Quelle: DGVS, DGAV, Kongress Viszeralmedizin 2008, RWTH

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