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Gelenkschmerzen: Bei Gicht lagern sich Hanrsäurekristalle im Knorpelgewebe ab
Gicht: Drei Gene erhöhen das Risiko

Drei Gene können das Risiko einer Gichterkrankung erhöhen. Bei einer Bewertung dieser Gene könnte die Gruppe von Menschen mit erhöhtem Risiko rechtzeitig vor dem Auftreten von Krankheitssymptomen identifiziert und frühzeitig behandelt werden.

Gicht ist eine durch den Anstieg des Harnsäurespiegels ausgelöste Erkrankung. Unter diesen Bedingungen werden Natriumurat oder Harnsäurekristalle im Knorpelgewebe der Gelenke, den Sehnen und dem umgebenden Gewebe auf Grund erhöhter Hanrsäurekonzentrationen im Blut eingelagert. Dies löst eine entzündliche Reaktion in den Geweben aus.

Jetzt hat eine Studie die Beteiligung der Gene SCLA29, ABCG2 und SLC17A3 an der Gichtentstehung bestätigt. In den drei untersuchten unterschiedlichen Patientengruppen zeigte sich eine Verknüpfung mit den Harnsäurespiegeln, das heißt, je mehr risikofördernde Gene vorliegen, desto höher steigt der Harnsäurespiegel der Betroffenen und desto höher ist deren Risiko einer Gicht. Die Gicht-Häufigkeit lag in der 1. Gruppe bei 2 bis 13 Prozent, in 2. bei 2 bis 8 Prozent und in der 3. bei 1 bis 18 Prozent.

Dr. Caroline Fox vom National Heart Lung and Blood Institute im US-amerikanischen Bethesda stellt fest: „Unsere genetische Risikobewertung brachte ein bis zu 40-fach höheres Gichtrisiko zutage, das damit erheblich höher liegt als das umweltbedingter Risikofaktoren. Die Studie deutet daher an, dass das Wissen um den Genotyp helfen könnte, jene Personen zu identifizieren, die an Gicht erkranken könnten, lange bevor klinische Merkmale der Krankheit auftreten. Dieses Ergebnis unterstreicht den Wert einer gezielten Heranziehung der genetischen Risikobewertung, wohingegen Messungen von Harnsäurekonzentrationen von Messfehlern und physiologischen Schwankungen abhängen."

Und sie betont: „Zusätzlich zur Risikovorhersage könnten Kenntnisse vom Genotyp einer Person oder dessen Risikobewertung dazu genutzt werden, klinische Entscheidungen zu begleiten, insbesondere bezüglich der Auswahl jener Medikamente, die Harnsäurekonzentrationen bekanntermaßen anheben und die Gicht verschlimmern. Gegenwärtig werden vorbeugende Maßnahmen bezüglich einer asymptomatischen Hyperurikämie nicht empfohlen, unsere genetische Risikobewertung könnte jedoch herangezogen werden, um jene Personen zu identifizieren, deren asymptomatische Hyperurikämie behandelt werden sollte. Die in unserer Studie identifizierten Gene könnten zur Bestimmung neuer Proteine und molekularer Mechanismen beitragen, welche die Harnsäurekonzentration beeinflussen, wie auch zur Ermittlung neuer Zielmoleküle zur Verbesserung der Gichtbehandlung."

WANC 08.10.08/ Quelle: Abbas Dehghan and others. Association of three genetic loci with uric acid concentration and risk of gout: a genome-wide association study. Lancet 2008; 372: 10.1016/S0140-6736(08)61343-4

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