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Brot: Menschen mit Zöliakie können die meisten Sorten nicht essen (Foto: DAK/Hanuschke +Schneider)
Zöliakie: Das lange Warten auf die Diagnose

Menschen mit Zöliakie müssen lange leiden. Im Durschnitt über 10 Jahre warten sie, bis diese Erkrankung des Darms von Ärzten erkannt wird. Ein Problem: Die Symptome der Zöliakie lassen sich nicht eindeutig zuordnen.

Menschen mit Zöliakie warten durchschnittlich 13 Jahre auf eine Diagnose. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von Coeliac UK. Laut der Umfrage besuchte ein Teil der 800 Befragten den Arzt fast 30-mal bis eine entsprechende Diagnose gestellt wurde. Dabei kann diese Darmerkrankung, deren Grund die Unverträglichkeit von Gluten ist, mittels eines einfachen und raschen Bluttests festgestellt werden.

Norma Mc Gough, Diätbeauftragte bei Coeliac UK, erklärte, dass die Verzögerung der Diagnose auf mehrere Ursachen zurückzuführen sei. Die Betroffenen würden die Symptome nicht erkennen oder gewöhnten sich daran. Die Ärzte zögen Zöliakie nicht als Erklärung für eine breite Palette von geschilderten Beschwerden in Betracht.

Das Risiko, an der chronischen Erkrankungen zu leiden, besteht bei etwa einem von 100 – 200 Menschen. Laut der Deutschen Zöliakie Gesellschaft liegt liegt das Vollbild der Zöliakie aber nur bei 10-20 Prozent der Betroffenen vor. 80-90 Prozent der Patienten haben untypische bis keine Symptome und wissen oft nichts von ihrer Erkrankung. Die Ergebnisse der Studie weisen darauf hin, dass nur einer von acht Betroffenen, das sind 12,5 Prozent, entsprechend diagnostiziert wird.

Zöliakie - bei Erwachsenen wird häufig noch der Begriff Sprue verwendet, der aber nichts anderes bedeutet - ist eine chronische Erkrankung des Dünndarms, die durch eine lebenslangen Unverträglichkeit gegenüber Gluten – auch Klebereiweiß genannt - hervor gerufen wird. Gluten kommt vor allem in den Getreidearten Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Grünkern und Hafer vor. Bei den Erkrankten führt der Verzehr von Gluten zu einer Entzündung der Darmschleimhaut. In der Folge bildet sich die Oberfläche des Dünndarms zurück und ist nicht mehr in der Lage, den Körper mit einer ausreichenden Menge von Nährstoffen zu versorgen.

Wie Zöliakie entsteht, weiß man bis heute nicht genau. Mediziner gehen davon aus, dass Vererbung, eine Fehlsteuerung des Immunsystems und Umweltfaktoren eine Rolle spielen. Die einzige Möglichkeit der Behandlung ist derzeit der lebenslange Verzicht auf Gluten.

WANC 11.05.07

Osteoporose und Zöliakie hängen zusammen

Wikipedia: Zöliakie

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