Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Kontrastmittel beim Röntgen können Nieren schädigen

Kontrastmittel, die beim Röntgen eingesetzt werden, können gefährlich sein. Denn sie können die Funktion der Nieren verschlechtern. Gefährdet sind besonders Patienten, deren Nieren bereits vorgeschädigt sind. Das kann beispielsweise bei Menschen mit Bluthochdruck der Fall sein. Nach der Gabe von Kontrastmitteln kann sich eine sogenannte kontrastmittel-induzierte Nierenschädigung („KIN“ für kontrastmittel-induzierte Nephropathie) entwickeln.

„Die KIN geht mit einem erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einer erhöhten Sterblichkeit einher. Zahlreiche vorbeugende Maßnahmen sind in der Vergangenheit bereits erprobt worden. Nur wenige zeigten Vorteile“, warnt  Dr. med. Fikret Er, Klinik III für Innere Medizin am Herzzentrum des Universitätsklinikums Köln. Die Methode, die anscheinend Vorteile bietet, ist die Präkonditionierung. Diese wird mittels einer Oberarmblutdruck-Manschette durchgeführt. Hierzu wird die Durchblutung des Arms durch Aufblasen der Manschette für 5 Minuten unterbrochen. Dieser Vorgang wird mehrfach wiederholt.

Präkonditionierung kann folgen der Kontrastmittelgabe reduzieren
Es wurden 100 Patienten (71 Männer, 29 Frauen) mit eingeschränkter Nierenfunktion untersucht, bei denen eine Herzkatheteruntersuchung (elektive Koronarangiographie) mit Kontrastmittelgabe durchgeführt wurde. Bei 50 Patienten wurde eine Präkonditionierung durchgeführt, 50 Patienten wurden nicht mit einer Präkonditionierung vorbehandelt. Tatsächlich entstand ein kontrastmittelbedingter Nierenschaden bei 6 Patienten (12%) mit Präkonditionierung und 20 Patienten (40%) ohne Präkonditionierung. Sagt Er: „Durch eine Präkonditionierung vor Kontrastmittelgabe lassen sich die Folgen der Kontrastmittelgabe auf die Nieren deutlich reduzieren, zumindest bei Patienten mit bereits eingeschränkter Nierenfunktion.“

14.11.11/ Quelle: Deutsche Herzstiftung
 
Seite versenden  
Seite drucken