Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Blutkonserve
Hepatitis-C: Übertragung überwiegend durch Blut oder Blutprodukte (Foto: pte)
Hepatitis C: Schon bald heilbar?

Forscher haben ein Gen gefunden, dass die Vermehrung des Hepatitis-C-Virus blockiert. Das könnte die Krankheit bei weltweit 150 Millionen betroffenen Menschen behandelbar machen, bei denen eine Therapie bisher vorwiegend das Voranschreiten verlangsamt.

Möglicherweise können Millionen von Hepatitis-C-Patienten schon bald besser behandelt werden: Ein internationales Forscherteam, dem auch Wissenschaftler der australischen Monash University angehören, haben ein Gen entdeckt, dass bei der Erkrankung eine wesentliche Rolle spielt. Dieses eine Gen kann ganz allein die Bildung des Hepatitis-C-Virus blockieren, berichten die Forscher.

Diese haben bei ihren Untersuchungen das Hepatitis-C-Virus in Mauszellen reproduziert. Unter Anwendung verschiedener Modelle gelang es ihnen zu zeigen, dass ein bestimmtes Gen die Vermehrung des Virus in Mäusen aufhalten kann.

„Wenn sich ein Mensch mit dem Hepatitis-C Virus infiziert, produziert das Immunsystem ein Interferon genanntes Protein, um die Infektion zu bekämpfen", erklärt Bryan Williams, Leiter des Monash Institute of Medical Research. „Wir konnten nun zeigen, dass Interferon ein bestimmtes Gen namens Proteinkinase R anregt, in dem Versuch, die Verbreitung des Virus im Körper zu stoppen."

Das Hepatitis-C-Virus (HCV), das erst 1988 mit Hilfe gentechnischer Methoden erstmals identifiziert wurde, ist ein 45 nm großes behülltes Einzel(+)-Strang-RNA-Virus und gehört zur Gattung Hepacivirus der Familie der Flaviviridae. Die HCV vermehren sich mit sehr hoher Geschwindigkeit. Die virale Vermehrungsrate liegt bei einer infizierten Person bei etwa einer Billion Viruspartikel pro Tag.

Die Wissenschaftler gehen nun davon aus, dass die neuesten Forschungsergebnisse zu einem besseren Verständnis über den Vermehrungsprozess des Virus führen und auch darüber, wie und warum die Proteinkinase R die Bildung des Virus blockiert. Ein großes Problem bei der Behandlung der Erkrankung besteht nämlich in den bis heute sechs Genotypen (Obergruppen) und 30 Subtypen (Untergruppen) des HCV.

Die einzige momentan verfügbare Behandlungsmethode für Hepatitis-C-Patienten, egal ob akute oder chronische, ist eine Interferon-Therapie. Eine Heilung verspricht diese Therapie aber nicht, sie zielt lediglich darauf ab, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Allerdings reagieren einige Patienten besser auf die Behandlung als andere.

Die Forscher wollen nun untersuchen, warum einige Genotypen empfänglicher für eine Interferon-Therapie sind als andere und wie die Therapie auf die unterschiedlichen Genotypen angepasst werden kann.

Weltweit sind 150 Millionen Menschen mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert. Allein in Europa sind es 4 Millionen. In Deutschland leben ca. 800.000 Bundesbürger mit dem Virus, das entspricht etwa 1 Prozent der Bevölkerung.

Der Mensch ist einziger natürlicher Wirt des HCV. Bei etwa einem Drittel der Patienten lässt sich der Infektionsweg nicht mehr nachvollziehen. Die Erkrankung wird vor allem durch Blut und Blutprodukte übertragen, eine Übertragung durch Intimkontakte ist selten – aber möglich. Eine Übertragung des Virus durch andere Körperflüssigkeiten als Blut (z. B. Speichel) wurde bisher nicht beobachtet.

WANC 18.08.06

Neues Impfschema bewahrt vor weiteren Leberschäden

Fragen und Antworten zu Magen-Darm-Erkrankungen
Wie wird der Reizmagen behandelt?

Sind immer zu viel Essen oder Alkohol Schuld am Sodbrennen?

Was sind typische Beschwerden beim Morbus Crohn?

Warum entsteht eine Colitis ulcerosa?

Wie läuft eine Darmspiegelung ab?

Überblick aller Fragen und Antworten zu Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

 
Seite versenden  
Seite drucken