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Endstation Dialyse: Weltweit leben 1,5 Millionen Menschen mit Hilfe der Dialyse oder Transplantation
Albuminurietest: Nierenschäden früher erkennen

Die Zahl der Menschen mit Nierenerkrankungen nimmt zu. Weltweit leiden derzeit etwa 60 Millionen daran. Doch Folgen wie Nierenversagen müßten nicht sein, wenn die Erkrankung frühzeitig erkannt und behandelt würde. Deshalb sollen besonders Hochrisikopatienten mit dem Albuminurietest, der Nierenschädigungen sicher aufspürt, regelmäßig getestet werden.

Die Internationale Gesellschaft für Nephrologie fordert weltweit alle Gesundheitsministerien auf, proaktives Albuminurie-Screening in die Vorsorgekataloge zu implementieren. Das würde ein frühzeitiges Erkennen von Nierenschäden ermöglichen und damit eine frühzeitige Behandlung, die das Fortschreiten des Nierenfunktionsverlustes aufhalten kann. Durch eine solche Früherkennung könne die Zahl der Patienten, die an Nierenversagen, Herzversagen oder auch an Diabetes leiden erheblich reduziert werden - und damit auch die daraus resultierenden Kosten für die Gesundheitssysteme.

Die Kosten für Nierenversagen, kardiologische Erkrankungen und Diabetes belasten die Gesundheitsbudgets erheblich. Weltweit leiden mehr als 60 Millionen Menschen an chronischen Nierenerkrankungen. Eine Folge davon ist eine relativ hohe Sterberate aufgrund kardiovaskulärer Erkrankungen, eine weitere Folge ist das Nierenversagen, welches eine Ersatztherapie (Dialyse oder Transplantation) erforderlich macht. Weltweit leben 1,5 Millionen Menschen mit Hilfe der Dialyse oder Transplantation. Diese Zahl wird sich in den nächsten zehn Jahren verdoppeln - so die Schätzungen. Damit würden weltweit Behandlungskosten von mehr als 1 Trillion Euro anfallen.

Umso dringlicher empfiehlt Prof. Jan J. Weening, Präsident der Internationalen Gesellschaft für Nephrologie, die Früherkennung durch den Albuminurietest, der ein effizienter Marker für Nierenschädigungen sei. Besonders wichtig sei, dass Hochrisikopatienten (Diabetes oder Hochdruckpatienten) regelmäßig getestet werden. Neueste Erkenntnisse zeigen, dass umgekehrt der erhöhte Albuminuriewert nicht nur ein Marker für Nierenschädigungen ist, sondern auch auf Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes hinweisen kann.

Der Albuminurietest ist nach Ansicht der Experten daher eine sinnvolle Früherkennungsmaßnahme. Der Empfehlung, sie in die Vorsorgekataloge aufzunehmen, schließt sich die Gesellschaft für Nephrologie an. Pressesprecher Prof. Jan Galle plädiert, die Vorsorge von Nierenerkrankungen ernst zu nehmen und den Albuminurietest auch bei Patienten, die bis dahin noch nicht als Risikopatienten identifiziert waren, in den jährlichen "Jahrescheck" zu integrieren.

WANC 19.11.04
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