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Kaffee erhöht auch bei Männern die Gefahr von Blasenschwäche  (Foto: M. Ottersbach / pixellio.de)
Kaffee erhöht auch bei Männern die Gefahr von Blasenschwäche (Foto: M. Ottersbach / pixellio.de)
Kaffee macht die Blase schwach

Eine Blasenschwäche - medizinisch Inkontinenz: Unvermögen Urin zurück zu halten - kann beispielsweise bei Stress oder plötzlichem Harndrang entstehen. Darunter leiden nach medizinischen Erkenntnissen vorwiegend Frauen. Auslöser der Blasenschwäche kann Kaffee sein. Nun haben Ärzte aber fest gestellt, dass Kaffee auch bei Männern zur Inkontinenz führen kann.

Heraus gefunden haben Mediziner das bei einer Studie mit 3960 Männern im Alter ab 20 Jahren. Bei diesen Männern wurde das Trink- und Eßverhalten erhoben und diagnostiziert, ob Inkontinenz vorlag. Es stellte sich heraus, dass diejenigen Männer, die den meisten Kaffee tranken, am häufigsten unter Blasenschwäche litten.

Genau genommen erhöhte der Konsum von 234 mg Koffein am Tag das Risiko für Blaseninkontinenz bei Männern um 72%. Das entspricht in etwas zwei Tassen Kaffee täglich. Männer, die am Tag 392 mg Koffein zu sich nahmen, steigerten ihr Risiko für unkontrollierte Harnfunktionen sogar um das Doppelte. Beim Trinken von Wasser wurde eine Erhöhung der Gefahr für Blasenschwäche dagegen nicht festgestellt, egal welche Mengen die Männer getrunken hatten.

Warum Kaffee zu Inkontinenz führt, darauf haben die Mediziner noch keine Antwort gefunden. Sie sagen aber, dass das Koffein die Harnschwäche nicht nur verschlimmern, sondern sogar auslösen kann. Und sie gehen davon aus, dass das Koffein möglicherweise die Harnblase reizt.

Berliner Ärzteblatt 22.01.2013/ Quelle: The Journal of Urology

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