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Bluthochdruck kann die Niere kaputt machen

Bluthochdruck und Niere hängen eng zusammen. Eine kranke Niere kann Bluthochdruck verursachen. Ein zu hoher Blutdruck ist nach dem Diabetes die zweithäufigste Ursache für schwere Nierenerkrankungen. Kardiologen und Nephrologen raten deshalb dazu, sowohl den Blutdruck als auch die Nierenfunktion regelmäßig checken zu lassen.
 
Die Niere ist ein Organ, das Schwerstarbeit leistet: Etwa 300 Mal am Tag wird das Blut in den Nieren gefiltert und von Schadstoffen befreit. Die Arbeit erledigen in jeder Niere etwa eine Million mikroskopisch kleine Nierenkörperchen mit einem angeschlossenen Kanälchen, in denen der Urin entsteht. Zusammen werden diese Einheiten als Nephrone bezeichnet.

Auch das Herz ist nicht faul: Bei einem gesunden erwachsenen Menschen schlägt es 70 Mal pro Minute, etwa 100.000 Mal am Tag. Dabei befördert es fünf Liter Blut pro Minute durch den Körper und versorgt so die Organe mit lebenswichtigen Sauerstoff und Nährstoffen.
 
Ein zu hoher Blutdruck kann die Nierenkörperchen zerstören. „Bereits beim gesunden Menschen kommt es im Verlauf des Lebens zu einem Verlust von Nephronen. Bei Menschen mit Bluthochdruck ist dieser Prozess beschleunigt, so dass am Ende nicht mehr genügend Nephrone vorhanden sind, um das Blut von Stoffwechselschlacken zu befreien,“ warnt Prof. Dr. Bernhard Krämer, Direktor der V. Medizinischen Klinik an der Universitätsmedizin Mannheim.
 
In Deutschland haben etwa 20 bis 30 Millionen Menschen einen zu hohen Blutdruck. Zu den Folgen gehören neben Schlaganfall und Herzinfarkt auch Nierenschäden. Die Deutsche Hochdruckliga geht davon aus, dass etwa 5 bis 10 Prozent aller Hypertoniker auch unter einer Nierenerkrankung leiden. Die nephrologischen Fachverbände schätzen, dass bei 24 Prozent aller Fälle chronischen Nierenversagens in Deutschland auf einen zu hohen Blutdruck zurückzuführen ist.
 
Viele Erkrankungen können durch eine rechtzeitige und gute Behandlung des Bluthochdrucks vermieden werden, sagt Krämer. Wegen der engen Beziehung zwischen Blutdruck und Nieren, sollten alle Patienten mit hohem Blutdruck die Nierenfunktion regelmäßig überprüfen lassen. Dies geschieht heute durch eine Untersuchung des Urins auf Albumin, das bei vielen Nierenerkrankungen vermehrt ausgeschieden wird.

Weitere Untersuchungen: Eine 24-Stunden-Blutdruckmessung, die einen ersten Hinweis  gibt, ob der Bluthochdruck seine Ursache in den Nieren hat, weil der leichte Abfall des Blutdrucks fehlt, der sich in den Nachstunden einstellen sollte. Ultraschall- und Laboruntersuchungen, die häufig die Ursache dafür aufdecken können. Bei einer Verengung der Nierenarterien können in ganz ausgewählten Fällen eine Angiografie mit Aufweitung und Stent-Einlage Blutdruck und Nierenfunktion verbessern. Bei Patienten, deren Blutdruck sich durch Medikamente definitiv nicht senken lässt, kann in besonderen Ausnahmefällen eine Verödung von Nervenfasern in den Nierenarterien zur Blutdrucksenkung erwogen werden.
 
Ein nierenbedingter Bluthochdruck lässt sich auch durch einen gesunden Lebensstil beeinflussen. Wichtig ist aus Sicht der DHL ein Verzicht auf das Rauchen, da damit eine vorzeitige Verkalkung der Nierenarterien verhindert wird. Auch eine salzarme Kost kann die Nieren entlasten, zu deren Aufgaben die Ausscheidung von übermäßig mit der Nahrung aufgenommenem Kochsalz gehört.

8.3.2018 cs / Quelle: Deutsche Hochdruckliga (DHL)

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