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Darmkrebs bei Colitis ulcerosa: Den Tumor verhindern

Menschen, die unter Colitis ulcerosa, das ist eine chronische und meist in Schüben verlaufende Erkrankung des Dickdarms, leiden, bekommen häufig im Verlauf auch Darmkrebs. Warum Darmkrebs entsteht, ist bisher noch nicht geklärt. Doch nun haben Forscher einen Vorgang im Körper entschlüsselt, der zu einem neuen Therapieansatz zur Verhinderung von Darmtumoren führen könnte.

Colitis ulcerosa macht sich durch ganz typische Beschwerden bemerkbar: häufige blutig-schleimige Durchfälle, Bauchschmerzen im linken Unterbauch, ständiger Stuhldrang, Fieber und allgemeine körperliche Schwäche. Je weiter die Entzündung im Dickdarm fortschreiten, desto schlimmer werden die Symptome. Je ausgeprägter die Krankheit aber wird, desto höher wird auch das Risiko für Darmkrebs.

Warum das so ist, konnten Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) durch die genaue Analyse des Krankheitsverlaufs aufdecken. Sie haben ein Protein entdeckt, das die Bildung von Tumoren anheizt. Das spezielle Protein nennt sich Transkriptionsfaktor NFATc2. Dieses Protein hat Einfluß auf Entzündungsvorgänge im Körper. Es sorgt beispielsweise dafür, dass vermehrt bestimmte Stoffe produziert werden, die Entzündungen schneller entstehen lassen. So ist NFATc2 am Auftreten von Colitis Ulcerosa beteiligt.

Nun konnten die Erlanger Mediziner zeigen, dass NFATc2 auch an der späteren Tumorentwicklung im Darm beteiligt ist. Bei Patienten mit Darmtumoren fanden sie eine erhöhte Konzentration von NFAT2c. Das bedeutet, dass sich entartete Zellen im Körper ansammeln und Tumore entstehen können. Im Besonderen steuert NFATc2 die Entwicklung des entzündungsfördernden Botenstoffs Interleukin-6. Dieses Interleukin spielt bei Krebserkrankungen eine wichtige Rolle und fördert zudem die Entstehung von Metastasen. Mit steigender IL-6 Konzentration im Blut von Patienten steigt auch die Wahrscheinlichkeit für eine Tumorerkrankung. Diese Erkenntnisse könnten zu einem neuen Therapieansatz führen, der die Bildung von Tumoren bei Patienten mit chronischer Darmerkrankung verhindert.

wanc 01.08.2012/ Quelle: Cancer Research, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
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