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Fettleber kann Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall auslösen

Eine Fettleber entsteht durch - Fett. Sagt doch schon der Name. Tatsächlich sammelt sich das Fett in der Leber an, das meist durch ungesunde Ernährung in den Körper kommt. Eine Fettleber kann die gesamte Gesundheit ruinieren, weil sie Diabetes, Herzinfarkt sowie Schlaganfall verursacht. Ein Bluttest soll nun aufdecken, welche Patienten gefährdet sind.

Das durch ungesunde Ernährung in der Leber ansammelte Fett, führt zu "krankhaften Veränderungen". Das passiert, wenn der Fettgehalt der Leber über 5,5 Prozent steigt, warnt Prof. Dr. Norbert Stefan von der Universität Tübingen. Bei einem Drittel der Patienten mit einem Risiko ist er auf eine nichtalkoholische Fettleber, auch NAFL genannt, gestoßen. Dabei hat sich auch erwiesen, dass NAFL nicht in der Folge von Typ-2-Diabetes auftritt, sonder viel mehr ein Ursache der Zuckerkrankheit ist. Denn eine  Fettleber kann en Blutzuckerstoffwechsel empfindlich stören.

Die entscheidende Rolle spielt dabei das von der Leber gebildete Eiweiß Fetuin-A. Dieses Eiweiß, das bei einer Fettleber vermehrt in den Leberzellen gebildet wird, reduziert die Wirkung des Blutzucker-senkenden Hormons Insulin. In der Folge entwickelt der Betroffene eine so genannte Insulinresistenz. Weil der Blutzucker nicht mehr so gut verstoffwechselt werden kann, haben Menschen mit einem sehr hohen Fetuin-A-Blutwert ein um 75% erhöhtes Diabetesrisiko.

Das Eiweiß ruft außerdem Entzündungsreaktion hervor und schädigt die Blutgefäße. Ein hoher Fetuin-A-Wert erhöht das Risiko für eine Herzinfarkt um das 3,3-fache und für einen Schlaganfall um das 3,8-fache erhöhtes Schlaganfallrisiko. Einen möglichen Ausweg könnte ein anderes Hormon eröffnen: das „Sex Hormone-Binding Globulin“ (SHBG). SHBG transportier Sexhormone im Blut - und schützt anscheinend vor Diabetes. Bei einer Fettleber wird weniger SHBG gebildet. Jetzt wollen die Wissenschaftler heraus finden, in wie weit sich der SHBG-Spiegels regulieren lässt und was das für den Blutzuckerstoffwechsel bedeutet. 



Berliner Ärzteblatt 10.05.2011/ Quelle: 117. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
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