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Mindestens zwei Tassen Kaffee am Tag senken die Gefahr für eine chronische Lebererkrankung (Foto: Stock photo)
Mindestens zwei Tassen Kaffee am Tag senken die Gefahr für eine chronische Lebererkrankung (Foto: Stock photo)
Wer Kaffee trinkt, erkrankt seltener an Leberzirrhose

Kaffee wirkt sich offensichtlich gesundheitsfördernd auf die Leber aus. Studien haben bereits heraus gefunden, dass Kaffee das Risiko vermindert, an Leberkrebs zu sterben. Nun belegt einen neue Untersuchung, dass Kaffeekonsum Menschen seltener an Leberzirrhose sterben lässt.

Leberzirrhose ist eine chronische Erkrankung der Leber. Dabei werden Gewebe und Struktur der Leber nach und nach zerstört. Ursache für die Erkrankung sind in ca 60% der Fälle Alkoholmissbrauch, in ca. 30% die Erkrankung mit Hepatitis und in 10% verschiedene andere Ursachen wie Stoffwechselerkrankungen, Medikamente, Chemikalien, Tropenerkrankungen oder eine Autoimmunerkrankung. In drei bis sechs von zehn Fällen sterben die Patienten innerhalb von zehn Jahren nach Feststellung der Erkrankung.

In der in China durchgeführten Studie wurden 63.275 Frauen und Männer mittleren Alters von 1993 an beobachtet. Nach 14,7 Jahren waren 114 Personen an Leberzirrhose verstorben. Es stellte sich heraus, dass Alkoholtrinker ein größeres Risiko trugen, an Leberzirrhose zu erkranken. Und das diejenigen, die am häufigsten und am meisten Alkohol konsumierten, das größte Risiko hatten. Als Schwelle galten 20 Gramm Alkohol am Tag.

Kaffeetrinker wiesen dagegen ein vermindertes Risiko für eine Leberzirrhose auf. Wer täglich zwei oder mehr Tassen Kaffee zu sich nahm, konnte sich über eine Verminderung des Erkrankungsrisiko um bis zu 66% freuen. Dieses galt vor allem für nicht durch eine Viruserkrankung entstandene Leberzirrhose. Allerdings blieb der Kaffeekonsum bei einer durch Hepatitis B hervor gerufenen Leberzirrhose unwirksam. Auch das Trinken von schwarzem oder grünem Tee, Fruchtsäften oder Limonaden verminderte das Erkrankungsrisiko nicht.

Was den Schutzmechanismus von Kaffee ausmacht, ist nicht wirklich erforscht. Es gibt Vermutungen: Koffein soll den Stoffwechsel eines bestimmten Proteins (TGF-beta) ankurbeln, der der Fibrose der Leber entgegenwirkt. Möglicherweise können auch andere Inhaltsstoffe - vor allem Cafestol und Kahweol - die Leber vor Zerstörung schützen.

Berliner Ärzteblatt 22.04.2014/ Quelle: Hepatology

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