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Mit Immuntherapie gegen schwere Nierenerkrankung

Schwerwiegende Nierenerkrankungen können eine dauerhafte Dialyse oder Transplantation erfordern. Auslöser für die Schädigung der Niere können bakterielle Infektionen oder genetische Veränderungen sein. Die Membranoproliferative Glomerulonephritis (MPGN) ist eine solche schwere und unheilbare Erkrankung der Niere. Wissenschaftler haben nun eine Therapie dafür entwickelt und angewendet.

MPGN führt häufig zu Nierenversagen und erfordert eine langwierige Dialyse. Sie kann durch genetische Defekte ausgelöst werden, in den meisten Fällen jedoch liegt die Ursache der Krankheit im Dunkeln. Bislang konnte die Nierenkrankheit nicht behandelt werden, und selbst nach einer Nierentransplantation waren die Heilungschancen für die Patienten gering. Auf der Suche nach den Ursachen der Krankheit analysierten die Wissenschaftler zwei neue Antikörper, die sich beide gegen das eigene Immunsystem richten. Solche Autoantikörper führen zu einer dauerhaften Aktivierung des so genannten Komplementsystems. Normalerweise bildet das Komplementsystem als Bestandteil der menschlichen Immunantwort einen ersten Schutz vor Krankheitserregern. Die nun gefundenen Autoantikörper sorgen jedoch dafür, dass das Komplementsystem dauerhaft aktiv ist und die Nieren schädigt.

Bei einer achtjährigen MPGN-Patientin wurde das Blutplasma ausgetauscht und gleichzeitig die Neubildung der schädlichen Autoantikörper durch Medikamente unterdrückt. Diese Behandlung führte zu einem deutlichen Rückgang der Autoantikörper und wies so das Komplementsystem in seine Schranken. Damit war es möglich, der Patientin erfolgreich eine gesunde Niere zu transplantieren. Auch zwei Jahre nach der Transplantation ist der Zustand der Patientin stabil und sie leidet nicht mehr an der Nierenkrankheit.

wanc 16.12.2011/ Quelle: N Engl J Med 2011; 365:2340-2342
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