Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Nierenstein lässt sich durch ein sehr dünnes Laser-Nephroskop-System mit wenig Verletzungen und Blutverlust entfernen
Nierenstein lässt sich durch ein sehr dünnes Laser-Nephroskop-System mit wenig Verletzungen und Blutverlust entfernen
Nierensteine: Neues, schonenderes Verfahren zur Entfernung

Ein neues Verfahren soll größere Nierensteine noch schonender als bisher entfernen. Weil die eingesetzten medizinischen Geräte noch kleiner sind, erleiden Patienten noch geringere Verletzungen und weniger Blutverlust. Und werden deshalb schneller wieder gesund.

Bisher läuft die Entfernung großer Nierensteine so: In die Haut wird eine ca. ein Zentimeter große Öffnung geschnitten und ein sogenanntes Nephroskop, das ist Schlauch an dessen Ende ein Spiegel sitzt, bis in die Niere geschoben. So kann der Chirurg in die Niere hinein sehen und die Nierensteine genau orten. Durch den geschaffenen Kanal folgt dann ein weiterer dünner Schlauch mit einem Laser, der die Nierensteine zerkleinert. Diese Teilchen werden dann aus der Niere gespült oder mit einer Kleinstzange entfernt. Medizinisch nennt sich das Verfahren Perkutane Nephrolithotomie (PCNL). 



Das neue Verfahren funktioniert zwar nach dem vergleichbaren Grundprinzip, setzt aber deutlich verkleinerte Instrumenten ein. So wurde die Kreisfläche des Hautdurchtritts für den notwendigen Kanal zur Niere auf ein Zehntel reduziert. Die Operation kann jetzt wesentlich schonender für den Patienten durchgeführt werden. Dr. Martin Schönthaler, Oberarzt in der Abteilung Urologie des Universitätsklinikums Freiburg, sagt: „Das sehr dünne Laser-Nephroskop-System ermöglicht nicht nur eine einfache und präzise Punktion der Niere, auch der Blutverlust und die Verletzung des umliegenden Gewebes sind deutlich niedriger als bei anderen Systemen. Eine massive Aufdehnung des Gewebes wie bei den bisherigen Verfahren ist nicht notwendig. In der Folge kann am Ende der Operation auf die Einlage einer Drainage verzichtet werden.“

Trotz des kleinen Hauteinschnittes lassen sich auch größere Nierensteine bis zu einem Durchmesser von zwei Zentimetern vollständig zu entfernen. Die zahlreichen kleinen Steinteilchen, die bei der Lasertherapie im Inneren der Niere entstehen, können ohne eine gefährliche Druckerhöhung in der Niere einfach mit einer Salzlösung ausgespült werden.

Patienten kann das laut Schönthaler nur freuen. Denn sie erholen sich schneller von der Operation und müssen wegen der hohen Entfernungsrate meist kein zweites Mal behandelt werden. Außerdem verkürzt sich der Krankenhausaufenthalt und eine Narbe bleibt kaum sichtbar.


Berliner Ärzteblatt 10.05.2013/ Quelle: Universitätsklinikum Freiburg
Übergewicht macht Nierensteine

Nierensteine: Schutz durch viel trinken und wenig tierische Eiweiße

Nierensteine: Hinweis auf Gicht

Nierensteine: Männer leiden öfter

 
Seite versenden  
Seite drucken