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Probleme mit der Schilddrüse können zu Problemen mit dem Herz führen

Wenn die Schilddrüse nicht richtig arbeitet, dann leidet der gesamte Körper darunter. Bei einer Überfunktion (Hyperthyreose) kommt es zu Nervosität, zitternden Hände, Herzrasen, Hitzewallungen, Gewichtsverlust, Muskelschmerzen- und schwäche, Durchfall, Haarausfall, Heißhunger, Zyklusstörungen und einer Vergrößerung der Schilddrüse . Bei einer Unterfunktion (Hypothyreose) äußert sich das in Müdigkeit, Leistungs- und Konzentrationsschwäche, Desinteresse, Kälteempfindlichkeit und Verstopfung. Jetzt haben Ärzte in einer Studie heraus gefunden, dass insbesondere bei einer Schilddrüsenüberfunktion das Herz gefährdet ist und Vorhofflimmern - das ist einer Störung des Herzrhythmus - entstehen kann.

Untersucht wurden 586.460 Menschen im Durchschnittsalter von 50,2 Jahren. Von den zwischen 2000 und 2010 Untersuchten litten 2,3% an einer Unterfunktion und 1,7% an einer Überfunktion der Schilddrüsen. Es stellte sich heraus, dass von denjenigen, die eine ganz normale Schilddrüsenfunktion aufwiesen, 2,9% an Vorhofflimmern erkrankten. Diejenigen mit einer Schilddrüsenunterfunktion erkrankten zu 2,5%, aber diejenigen mit einer Schilddrüsenüberfunktion zu 4,6%.

Entscheidend für die Herzprobleme war die Menge des sogenannten TSH ((Thyreoidea-Stimulierendes Hormon = Thyreotropin). TSH ist ein Hormon, das die Hormonproduktion, Hormonausschüttung und auch das Wachstum der Schilddrüse fördert. TSH wird in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gebildet und gelangt über das Blut zur Schilddrüse. Das Risiko für eine Herzrhythmusstörung stieg, je niedriger der TSH-Wert ausfiel. Zum Vergleich: Patienten mit einer Schilddrüsenüberfunktion, deren TSH-Werte aber relativ normal waren, hatten ein um 12% erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern. Patienten mit einer Schilddrüsenüberfunktion, deren TSH-Werte aber sehr niedrig waren, hatten dagegen ein um 30% erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern.

Berliner Ärzteblatt 03.12.2012/ Quelle: BMJ 2012;345:e7895; Klinikum Bremen MItte

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