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Statine gefährden die Nieren

Statine sollen das schädliche Cholesterin (Fett) im Blut senken, deshalb auch der Begriff Cholesterinsenker. Vor allem das LDL-Cholesterin gilt als ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Statine werden Patienten mit Bluthochdruck verschrieben, um Gefäßverschlüsse und einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu verhindern. Doch die Mittel sind nicht ohne Nebenwirkungen. Gefahren drohen einer neuen Untersuchung zur Folge auch den Nieren, wenn die Cholesterinsenker hoch dosiert sind.

Ausgewertet wurden die Daten von über 2 Mio. Patienten im Alter von über 40 Jahren, die zwischen dem 1.1.1997 und dem 30.4.2008 neu mit Statinen behandelt wurden. Unterschieden wurde, ob die Patienten hoch- oder niedrig-dosierte Statine bekamen. Als hohe Dosierungen wurden die Wirkstoffe Rosuvastatin mit 10 mg oder mehr, Atorvastatin mit 20 mg oder mehr und Simvastatin mit 40 mg oder mehr definiert, alle anderen Wirkstoffe wurden als niedrig dosiert klassifiziert.

Bei 59.636 der Patienten wurde beim Beginn der Behandlung eine bereits bestehende chronische Nierenerkrankung diagnostiziert. Innerhalb von 120 Tagen der Statin-Therapie wurden 4691 Patienten wegen akuten Nierenproblemen ins Hospital eingeliefert, bei denen vorher keine derartigen Erkrankungen fest gestellt worden waren. Von denen, die schon am Beginn der Behandlung an einer Nierenerkrankung herum laborierten, wurden 1896 Patienten wegen akuter Nierenvorfällen ins Krankenhaus gebracht.

Es stellte sich heraus, dass mit hohen Dosen von Statinen behandelte Patienten ohne vorherige Nierenvorfälle um 34% öfter von plötzlichen Nierenerkrankungen betroffen waren, als die mit niedrigen Dosen behandelte. Bei bereits unter  Nierenproblemen leidenden Patienten lag die Erhöhung der Krankenhauseinlieferungen im Vergleich der mit hohen zu denen mit einer niedrigen Dosierung behandelten bei durchschnittlich 10%.

Die Zunahme akuter Nierenerkrankungen unter der Behandlung mit hoch dosierten Statinen sind aber nicht die einzigen Nebenwirkungen, die man mittlerweile erkannt hat. So rufen Cholesterinsenker relativ häufig Muskelkrämpfe und Muskelkater hervor und können die Leber sowie die Augen schädigen. Außerdem haben Wissenschaftler fest gestellt, dass bei der Gabe von Statinen das Risiko steigt, Diabetes zu bekommen. 

Berliner Ärzteblatt 19.03.2013/ Quelle: BMJ 2013
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