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Warum Zucker und Fett dick machen

Wer sich zucker- und fettreich ernährt, kann damit Nervenzellen im Verdauungstrakt zerstören. Weil sich dadurch das Sättigungsgefühl nicht einstellt, essen die Betroffenen mehr. Und das wiederum kann Adipositas (Fettleibigkeit) fördern.

Die Verdauungsfunktionen werden vom sogenannten enterischen Nervensystem (ENS) – mehr als 100 Millionen Neuronen (Nervenzellen) entlang des Verdauungstrakts – reguliert. Das ENS ist nach dem Gehirn das zweitgrößte neurologische Organ unseres Körpers und kontrolliert  verschiedener Funktionen, von der Verdauungsmotorik (Magen-Darmentleerung, Kolontransit) über die Darmbarriere bis hin zur Nährstoffaufnahme. Störungen des ENS können nicht nur Erkrankungen des Verdauungstrakts (funktionelle bzw. chronisch-entzündliche Darmerkrankungen), sondern auch bei anderen Krankheiten wie Parkinson beeinflussen.

Wie Zucker und Fett auf das ENS wirken, haben Wissenschaftler in Versuchen beobachtet. Bei Labortieren, die eine zucker- und fettreiche Diät erhielten, verlief die Magenentleerung zu schnell im Vergleich zu den Kontrolltieren. Dadurch nehmen die Sättigungssignale ab und die Nahrungsaufnahme wird erhöht, was die Adipositas-Entwicklung begünstigen könnte. Das gleiche Phänomen der beschleunigten Magenentleerung wird auch bei Adipositas-Patienten beobachtet.

Die Erkenntnis, dass eine kalorienreiche Nahrung die Funktionsweise des ENS beeinflussen kann,  könnte insbesondere bei Jugendlichen dazu beitragen, neue Ernährungsansätze zu entwickeln. Möglicherweise lassen sich damit auch neurodegenerative Verdauungserkrankungen - und sogar Krankheiten des Zentralnervensystems –vorbeugen.

wanc 03.02.2012/ Quelle: Inserm
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